Freitag, 28. August 2015

Tiger brauchen Streifen

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Bestimmt seid Ihr während der letzten Tage schon auf die Nosh-Blogtour gestoßen, die Catrin vom Stoffbüro organisiert.
Wer hier öfter mal vorbeischaut, weiß, dass ich ein NOSH-Fan bin, von den hochwertigen Bio-Stoffen bin ich wirklich überzeugt und empfehle sie gerne weiter. Da verzieht sich nichts, da leiert nichts aus, da pillt nichts und die Farben bleiben auch nach endlos vielen Waschgängen genauso schön wie am Anfang. Ich hab mich also sehr gefreut über die Stoffe der neuen Herbst-Kollektion und gleich eifrig überlegt, was ich daraus nähen möchte.

Besonders lange musste ich aber nicht grübeln, denn den coolen Tigerstoff hatte das Töchterchen sofort für sich beansprucht. Anstelle der ansonsten obligatorischen Bestellung "Ein Kleid" wurde diesmal - sogar anhand selbstgezeichneter Skizzen - ein Kapuzenpulli gewünscht.
Fand und finde ich gut - ein leichter Pulli aus Jersey ist für die Übergangszeit genau richtig! (Außerdem friert das große Kind ohnehin nicht so leicht, und in geheizten Innenräumen braucht es auch im Winter keine dicken Kuschelpullis).

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Der Pulli (der insgesamt noch ein bisschen groß ist) hat Raglanärmel und eine geräumige Bauchtasche, die recht große Kapuze ist innen mit vierfärbigem Ringeljersey gefüttert. Das Bündchen passt farblich exakt zu den Tigern und den petrolfarbenen Ringeln, sowas finde ich ja immer sehr toll.

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Die bunten Streifen übrigens hatte ich eigentlich bereits für meinen Sohn verplant, schließlich wurde aber noch einmal die Tochter beglückt, denn ich muss Ihr Recht geben: Was sieht fröhlicher aus als bunte Ringelbeine?!

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Die Stoffe für die hier gezeigten Designbeispiele wurden mir von NOSH zur Verfügung gestellt. Ihr findet sie auch im Stoffbüro, die Herbstkollektion wartet mit vielen Streifenstoffen auf, dazu gibt es farblich passende Motivstoffe für Kinder und Erwachsene.Einen tollen Eindruck bekommt Ihr, wenn Ihr die anderen Beiträge der Blogtour durchseht, bei 


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Was würdet Ihr denn am liebsten aus den Stoffen nähen? Habt Ihr schon herbstliche Nähpläne?

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Schnitte: 
Kapuzenpullover: von mir
Leggins: Ottobre (musste ich aber um ein Vielfaches enger machen)
Stoffe: 
von NOSH
*Werbung*

Montag, 24. August 2015

This is not okay!

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Endlich habe ich einen guten Grund, die Blogsommerpause zu beenden. Ich möchte nämlich sehr gerne noch an Susannes Aktion This is not okay teilnehmen.
Susanne erstellt einen Nähbloggerinnen-Katalog, einen Protestkatalog. Darin zeigen sich Bloggerinnen in selbstgenähten Outfits bzw. sogenannter Fairwear, um ein Zeichen zu setzen gegen die Ausbeutung der Näherinnen in der Bekleidungsindustrie. 
Alle Infos zur Aktion bekommt Ihr hier, auf Susannes Blog mamimade, und bis 30. August könnt Ihr noch mitmachen!

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Mein Kleiderschrank besteht inzwischen zu einem Großteil aus Selbstgenähtem, also hätte ich mehrere Outfits zusammenstellen können; ich habe mich dann für Jeans und T-Shirt entschieden, gerade weil das so ein "Allerweltsoutfit" ist und es sich um Kleidungsstücke handelt, die fast jede(r) besitzt.

Mein T-Shirt - es ist das Plantain-T-Shirt - ist selbstgenäht aus Biobaumwolljersey von C.Pauli. Den Schnitt hab ich gerade für mich entdeckt, mir gefällt, dass das T-Shirt locker sitzt, ohne übermäßig weit zu sein. (Nur an der Brust schneide ich das nächste Mal noch etwas weiter zu, dann sitzt es wohl noch besser...)
Meine Jeans hab ich ja schon öfter gezeigt, hier geht's zum ursprünglichen Post. Genäht hab ich die Jeans aus Bio-Denim, der Schnitt "Black Magic" stammt aus der Ottobre 5/14.
Meine Schuhe sind von El Naturalista - ich glaube, das kann als Fairwear / nachhaltige Marke durchgehen, aber falls ich mich irre, gibt es auch noch Fotos ohne Schuhe.

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Liebe Susanne, bitte suche Dir das Foto aus, das Dir für den Katalog am geeignetsten scheint. Ich habe alle Fotos auch noch in größerer Auflösung.



Ich finde, Susannes Aktion ist eine tolle Idee!
Ich will keinesfalls behaupten, dass ich alles richtig mache und mein Konsumverhalten einwandfrei ist, immer wieder gehe ich auch Kompromisse ein, aber die Sache liegt mir sehr am Herzen und ich bemühe mich!
Wenn eine Aktion wie diese auch nur ein kleines Zeichen sein mag, ist sie dennoch möglicherweise ein Anstoß für manchen, seine/ihre Einkaufsgewohnheiten zu überdenken. Und einmal nachzudenken ist immerhin ein Anfang...

Montag, 13. Juli 2015

Sommergenähtes, Sommerpause

Irgendwie hat sich die Sommerpause hier schon eingeschlichen, bevor ich sie überhaupt ankündigen konnte...

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Zwischen Schulschluss, Ferienstart, Hitzewelle, Faulsein und In-den-Tag-hinein-leben sind die Nähmaschinen aber doch noch mal heiß gelaufen. Ein paar Stücke wollte brauchte ich dann doch noch, um meine Sommer- und Urlaubsgarderobe zu ergänzen.

Die Gelegenheiten für Tragefotos wollen sich momentan einfach nicht bieten. Vielleicht hole ich das irgendwann noch mal nach, vielleicht auch nicht, heute lasse ich aber noch ein paar  Eindrücke für Euch da.

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Schnitt: Lady Topas
Stoff: Bio-Jersey, den Namen weiß ich nicht mehr, über die Lieblingsstücke, offenbar leider nicht mehr erhältlich

Ärmellose Tops fürfen für mich im Sommer nicht fehlen. Luftig-locker ist Lady Topas, den Schnitt wollte ich schon letztes Jahr nähen, gefällt mir sehr gut!
Zu meinen Röcken brauche ich aber enger anliegende Oberteile, da hab ich ein paar schlichte Tank-Tops nach eigenem Schnitt genäht, vor allem das mit den Schwalben mag ich sehr.

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Schnitte: selbst gemacht
Stoffe: Bio Jersey "Barn Swallow" von Birch; Uni-Jersey rauchblau und Käferjersey "Mosca" von Swafing

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Schnitt: "Gym & Sport", Ottobre 2/15

Sehr campingplatztauglich sind auch die wirklich bequemen Shorts aus Sommersweat. Endlich hab ich auch mal die "falschen Covernähte à la Johy" ausprobiert - war nicht das letzte Mal.

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Schnitt: Jerseykleid Ella von pattydoo, Stoff: Streifenjersey von den Lieblingsstücken

Und mit Ella habe ich nun wohl den Jerseykleid-Schnitt für mich gefunden, da gibt es bestimmt noch mal Nachschub. Vielleicht gelingen im Urlaub auch schöne Fotos von meinem Streifenkleid - es hätte es verdient, liebe ich es doch sehr!

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Ach so, und die Möwe?! Die ist in Urlaubs-Meeres-Vorfreude auf einem Kleidungsstück für meine Tochter gelandet. Worum es da genau geht, verrate ich aber noch nicht ...


Hier geht's im August wieder weiter. Vorerst wünsche ich Euch allen einen tollen Sommer!  
Macht es Euch schön, habt es gut!

Donnerstag, 2. Juli 2015

Fein gepunktet

Manchmal gibt es Stoffe, die sind soooo schön, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, was ich daraus nähen soll. Etwas warten hilft aber meistens, irgendwann ruft mir der Stoff dann schon zu, was er werden will.
Die Sparkles wollten, nach einigem Hin und Her, unbedingt ein luftig-leichtes Sommerkleid werden.

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Genäht hab ich schließlich das "Kleid G" aus "Kleider, Tops, Jacken und Hosen" von Yoshiko Tsukiori.

Meine Änderungen: Ich habe

- das Oberteil verlängert, damit die Teilungsnaht weiter unten liegt
- den Ausschnitt etwas verkleinert
- die Ärmel weggelassen und den Armausschnitt minimal angepasst; Belege für die Armausschnitte gezeichnet
- das Rückenteil ebenfalls geteilt und den Rock mit dunkelblauem Batist gefüttert, da der Stoff sonst zu durchscheinend gewesen wäre
- an der Hinteren Mitte ca. 2 cm Weite weggenommen
- das Kleid ca. 10 cm gekürzt, damit es über den Knien endet

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Verschlossen wird das Kleid mit einer Knopfleiste mit Untertritt und Schlaufen. Die ist zwar hübsch, war aber, finde ich, auch sehr mühsam zu nähen - wenn ich bedenke, dass ich die Knöpfe gar nicht öffnen muss, um das Kleid anzuziehen, würde ich das das nächste Mal vielleicht nicht mehr machen...
Versäubert wird der Ausschnitt mit Belegen. Das hab ich erst mal auch so gemacht, und zwar, wie in der Anleitung, mit zuvor mit Vlieseline bebügelten Belegen. Diese waren dann aber recht fest und sind merkwürdig abgestanden. Also hab ich sie abgetrennt und nochmal unverstärkte Belege angenäht - das war schon besser, aber der Ausschnitt ist immer noch nicht schön angelegen. Dabei hatte ich extra zwei (!)) Probestücke von dem Oberteil genäht und den Ausschnitt angepasst, damit nichts absteht....
Jedenfalls war ich dann schon genervt bis verzweifelt, weil der Ausschnitt nicht so wurde wie ich das wollte, ich hab aber auch noch die zweiten Belege abgetrennt und es noch einmal mit einer Schrägbandversäuberung gewagt. So ist es dann besser geworden - wenn man das Schrägband gedehnt annäht, zieht sich der Ausschnitt ein bisschen zusammen - aber perfekt ist es auch nicht. Es bleibt aber jetzt so, irgendwann ist Schluss mit Änderungen!

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Über der Teilungsnaht wird vorne ein schmaler Tunnel aufgenäht, durch den ein Bindeband bis zur Rückseite gezogen wird. So kann man die Weite des Kleides schön individuell anpassen, was mir gut gefällt. Andererseits ergeben sich durch das Binden am Vorderteil recht viele Falten. Das ist aber wohl einfach so bei dieser Art von Schnitt, und da der Stoff so schön leicht ist, kann ich gut damit leben.

Trotz kleiner Schönheitsfehler ist es also ein Kleid geworden, das ich sehr gerne mag und trage - und mit dem ich heute noch bei RUMS vorbeischaue.

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Schnitt: "Kleid mit V-Ausschnitt"/Modell G aus "Kleider, Tops, Jacken und Hosen"
Stoff: Atelier Brunette: Sparkle, midnight blue übers Stoffbüro

Montag, 29. Juni 2015

Orcas und mehr: Sommerfein für den kleinen Herrn

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Mit den Sommersachen für Kinder ist es ja praktisch: Wenn die Kleinen (so wie meine) vor allem in die Länge und nicht in die Breite wachsen, passen die Sachen oft auch noch im nächsten Jahr. Wenn kurze Hosen etwas kürzer sind, fällt das oft nicht so auf wie bei langen Hosen, und auch kurze Ärmel wachsen länger mit als lange...
Trotzdem brauchte mein Sohn Nachschub, vor allem an T-Shirts.
Ich habe meinen Stoffschrank durchwühlt und, solange das Kind mit Größe 92/98 noch eher klein ist, Jerseyreste hervorgekramt, die für ein kurzärmeliges oder ärmelloses T-Shirt noch reichen könnten.
Eigentlich wollte ich schnelle, unkomplizierte T-Shirts nähen, aber über den blauen Jersey (ein Rest von dieser Jacke) habe ich die Orcas einfach so eindeutig schwimmen gesehen, dass ich sie dann auch (aus Reststückchen) applizieren musste. Die ganz feinen Details - wie die Augen - habe ich mit Textilfarbe aufgemalt.

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Die restlichen Stücke sind dann aber mehr so "runtergenäht" - weshalb sie aber keineswegs geringer geschätzt werden! Ich kann mich erinnern, als ich zu nähen begonnen habe, war so ein Kinder-T-Shirt ein Großprojekt für mich, inzwischen hab ich so viel Übung (und einen bewährten Schnitt), dass solche "simplen" T-Shirts eher nebenbei oder zwischendurch mal entstehen können. Oft vergesse ich dann auch, sie zu fotografieren und hier zu zeigen - das ist nicht schlimm, denn ich will und muss ja auch keine vollständige Dokumentation all dessen, das ich nähe oder handarbeite, abliefern.
Trotzdem sollen auch die "einfachen Dinge" immer wieder einen Platz finden hier, schließlich sind doch gerade die Kleidungsstücke, die im Alltag nicht wegzudenken sind und wirklich oft gebraucht werden, genau so wichtig, wenn nicht wichtiger als das aufwändige Kleid oder das feine Hemd...

Also, Exkurs Ende, und weiter mit den T-Shirts:

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Einmal Eichhörnchen in grün - das ist jetzt schon das dritte Teil, das mein Sohn aus diesem Stoff bekommt (aus dem Body und dem LA-Shirt ist er schon rausgewachsen), ich liebe die Farbe an ihm!


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Zweimal Ärmellos: Wenn's kühler wird bzw. im Herbst dann können diese Shirts auch gut als Unterleiberln dienen.

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Die hübschen, ganz schmalen Ringeln in Rot/Weiß und Schwarz/Weiß waren (wie die Hamburger-Liebe-Äpfel unten) in einem Überraschungspaket voller Stoffe dabei, das mir eine Leserin einmal geschickt hat! Ich freu mich noch immer darüber, Janine, DANKE!

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Einen Pyjama gibt es auch noch, ganz apfelig.

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Und, recht schnell entschlossen, ist aus dem Nosh-Stoff mit den BMX-Rädern (Rest von hier) für einen anderen und viel kleineren Herrn noch ein Geschenkset aus Body und Mütze entstanden.

So, jetzt darf die Nähmaschine erst mal ein bisschen ausruhen.... Schön langsam sind hier alle urlaubsreif - Ihr auch?

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Schnitte:
T-Shirt: mein eigener für meine Kinder
ärmelloses Shirt: "Gecko Games", Ottobre 3/14
Pyjama-Hose: Mix & Moritz
Body: Regenbogenbody
Mütze: Klimperkleines Kontenmützchen

Donnerstag, 18. Juni 2015

Piratenhose und Mondvögelbluse

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Sind das Vögel? Sind das Mondphasen?
Auf jeden Fall ist es ein hübsches Muster auf wunderschön vergissmeinnichtblauem Grund.
Und zwar auf meiner ärmellosen Bluse aus luftig-leichtem Batist, genäht nach eigenem Schnitt.
Die Bluse ist wunderschön luftig, so ein leichtes Webstoff-Teil ist genau das richtige, wenn es (ja, wenn es) sommerlich heiß ist.

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Dazu gibt's eine Hose in 3/4-Länge - wollte ich schon lang mal haben, für die Tage, an denen man nicht weiß, ob es richtig warm wird oder doch ein bisschen kühl.
Genäht habe ich die "Corsaires" aus dem japanischen Nähbuch "Tuniques, blouses & robes au fil des jours".
Wie der Titel verrät, gibt es das Buch in einer französischen Übersetzung. Viel Text gibt es im Buch allerdings ohnehin nicht, und alle Nähanleitungen und Erklärungen sind sehr aussagekräftig und klar illustriert, besonders ausgefeilte Französisch-Kenntnisse sind also nicht nötig...
Das Buch ist eine Sammlung von Schnitten verschiedener japanischer Designerinnen, jedes Kapitel soll dabei einen bestimmten Stil verkörpern, von "natürlich" bis "niedlich" - meine Hose stammt aus dem "saloppen"/lässigen Kapitel von Michiyo Ito, die Japanisch-Nähenden vielleicht auch unter dem Label-Namen May Me bekannt ist.

Insgesamt enthält das Buch 37 Projekte, wobei auch Accessoires wie Schals, Broschen und Taschen mitgezählt werden.
Hauptsächlich dreht es sich aber um Kleidungsstücke (jeweils in den Größen S, M und L), die auch in ihren Variationsmöglichkeiten vorgestellt werden: Eben beispielsweise als Kleid, Tunika und Bluse; außerdem werden z.T. verschiedene Ärmelformen, Ausschnittvarianten etc. angeboten, sodass aus jedem Grundschnitt gleich mehrere verschiedene Modelle - für alle Jahreszeiten - genäht werden können. Einige Schnitte - (weite) Hosen, ein Rock - stehen aber auch für sich. Insgesamt also sicherlich ein schönes Buch für Freundinnen des Japanischen Nähens :-).

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Stoffe:
Meine Hose habe ich erstmal ohne Änderungen (in der kleinsten Größe) zugeschnitten. Im Po-und Hüftbereich hat auch alles gleich gut gepasst, die Hosenbeine habe ich dann aber doch noch etwas enger genäht.
Eigentlich wird, um den Hosensaum zu raffen, in diesen ein Gummiband eingezogen, das habe ich auch erstmal so gemacht - hat dann aber an mir seltsam ausgesehen. Schließlich hab ich, inspiriert durch eine andere japanische Hose (von Yoshiko Tsukiori, zu sehen z.B. hier bei Malou) den Saum in Falten gelegt und noch eine Art Manschette angenäht.

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Sehr bequem ist so eine weiter geschnittene Leinenhose auf jeden Fall. Irgendwann hätte ich gern auch noch eine lange - so wie Tessa oder Catrin...
Tja, und wenn ich nachher schaue, was heute sonst noch so gerumst wird, wächst meine Wunschliste sicher noch... (Wünschen geht ja immer.... ;-))

Donnerstag, 11. Juni 2015

Hosenrock, japanisch

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Zumindest auf Nähblogs sieht man sie jetzt immer häufiger, die Hosenröcke, auch Culottes genannt. Und ja, das finde ich spannend, und ich habe auch schon so manches Exemplar entdeckt, das mir ausnehmend gut gefällt: Vor kurzem erst z.B. bei Sindy und Frau Gold gesehen: die Nina Culottes von Compagnie M., ein paar Wochen früher die Umsetzung eines Burda-Schnitts bei Miss-Margerite.
So nach und nach hat sich also bei mir der Wunsch eingeschlichen, sowas auch mal ausprobieren zu wollen. Nach kurzem Besinnen war mir klar, dass ich sogar gleich zwei Hosenrock-Schnittmuster bereits zuhause hatte: Den Schnitt "Cute Culottes" (Nr.4) in der Ottobre-Ausgabe 2/14 und die "Culottes with gathered frill"/Modell F  aus dem japanischen Nähbuch "Happy Homemade/Sew Chic" von Yoshiko Tsukiori. Letztere waren mir schon beim Japan-Sew-Along aufgefallen, hier und hier.

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Nach einigem Hin und Her (beim Ottobre-Schnitt haben mir die Taschen und der Reißverschluss und somit der "sauberere" Bund besser gefallen; beim japanischen Schnitt haben mir die "Rüschen"/das Gekräuselte gut gefallen) habe ich mich dann für den japanischen Hosenrock entschieden - der Herzliebste fand den auch "cooler" :-).

Das Nähen an sich war kein Problem, ich habe die kleinste Größe gewählt (obwohl mich die Maßtabelle eher eine Größe größer sieht) und musste eigentlich nichts ändern. Bloß insgesamt gekürzt hab ich den Hosenrock zum Schluss noch, im Original reicht er bis zum Knie. Außerdem wollte ich noch Seitennahttaschen einfügen, habe dann aber später den Bund von oben noch ein bisschen gekürzt, wodurch die Taschen dann so klein geworden sind, dass ich sie erst wieder zugenäht habe. Schade, denn die fehlen mir ein bisschen... Ansonsten finde ich den Hosenrock aber sehr bequem und angenehm zu tragen!

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Das dunkelblau-grau gestreifte T-Shirt ist auch selbstgenäht, schon vor einem Jahr oder so - ich mag es sehr gerne! Die Ausschnittvariante hab ich mir von einem Ottobre-Kinder-Schnitt abgeschaut.


Genäht hab ich meine Culottes aus dunkelblauem Leinen - was mir sehr gefällt, aber doch den Nachteil hat, dass sie extrem schnell knittern und ich mich dann - verstärkt noch durch den Gummizugbund - ein bisschen so fühle, als hätte ich eine Pyjamahose an. Als Leinen-Fan nehm ich das aber in Kauf :-)
Und vielleicht nähe ich ja doch irgendwann noch mal den etwas "feineren" Ottobre-Schnitt....

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Offenbar die obligatorische Culottes-Pose :-)

Habt Ihr Erfahrungen mit Hosenröcken gemacht? Mal sehen, wieviele heute in der RUMS-Runde zu finden sind...