Mittwoch, 25. März 2015

Langsam...


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Von Mond inspiriert habe ich mich wieder mal (letzte Versuche liegen Jahre zurück) ans Sticken gewagt. Um ein kleines Geschenk für meine Mama zu verschönern, habe ich mich für ein Schneeglöckchen entschieden, dass ich frei Hand auf einen kleinen Rest Leinen gestickt habe. Zusammen mit einem Rest gemustertem Baumwollstoff und getrockneten Lavendelblüten von ihrem Balkon ist ein kleines Duftkissen entstanden.

schneegloeckchen

Das Sticken ist eine (bei mir) langsam fortschreitende Arbeit, aber sehr beruhigend und macht viel Spaß. Am besten kann ich mich eben einfach entspannen, während meine Hände etwas "erschaffen"...

Und sonst so?
Ich habe das Jacken-Nähen für mich entdeckt und will Euch eigentlich zwei (!) Frühlingsjacken zeigen, aber die Gelegenheiten für Fotos fehlen, und auch das Wetter ist noch nicht immer so einwandfrei frühlingshaft. 
Der Japan-Sew-Along ist vorbei, ich bin aber noch immer ganz begeistert und plane und überlege und pause Schnitte ab und nähe auch ein bisschen weiter an neuen Lieblingsstücken.
Ein Geburtstagsgeschenk-Outfit für Siebenjährige wartet, auch wenn es ständig getragen wird, ebenso aufs Fotografiertwerden, aber erst mal will die dazugehörige Kindergeburtstagsfeier vorbereitet werden. Und besagtes Kind erst mal wieder fieberfrei werden...
Zwei halbfertige E-Books bzw. Schnitte (Kinderhose und - Rock) rufen mir auch immer wieder zu, dass ich doch endlich mal wieder weiter an ihnen arbeiten sollte....
Und und und...
 
Ihr seid währenddessen auf jeden Fall sehr produktiv! Ich freu mich, dass schon so viele eine KURT-Tasche genäht haben! Hier könnt Ihr Euch ansehen, welche Taschen bis jetzt entstanden sind - und bis nächsten Dienstag läuft das Probenähen mit kleiner Gewinnmöglichkeit noch weiter.

Montag, 16. März 2015

Japan-Sew-Along: Libellenflug (Finale)

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Der Japan-Sew-Along geht mit einem doppelten Finaltermin (heute und/oder letzte Woche) zu Ende.
Ich fand den Austausch und die regelmäßigen Treffen wieder sehr bereichernd und spannend! Danke für Eure zahlreichen Kommentare, Anmerkungen und Ideen, und Danke an Catrin fürs Organisieren!
Hier könnt Ihr nachsehen, was die anderen japanisch nähenden Damen heute zu präsentieren haben.
(Und hier und hier und hier könnt Ihr nachlesen, welche Kleidungsstücke ich im Rahmen des Sew-Alongs während der letzten Wochen gezeigt habe.)

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Ich zeige Euch heute noch einen Rock, den ich in den letzten Tagen recht kurz entschlossen genäht habe. (Man muss sich schließlich auch selbst etwas zum Geburtstag schenken, oder?)
Dabei habe ich auf Experimente verzichtet und auf einen Rockschnitt zurückgegriffen, der sich bereits mehrfach bewährt hat, nämlich den "einfachen Sattelrock", Modell 5, aus "Nähen im japanischen Stil".
So "japanisch", wie immer man das auch definieren möchte, mutet der Rock vielleicht nicht an - ich glaube, das ist mehr ein zeitloses und universelles Modell - auf jeden Fall ist er wie für mich gemacht, der Schnitt passt einfach wie angegossen.
Diesmal hab ich die Modelle 5a und 5c vermischt - der Bund und der (nicht sichtbar eingenähte) Reißverschluss stammen von Modell 5a, das in Falten gelegte Rockteil von Modell 5c - klappt ganz problemlos!
Zusätzlich habe ich den Rock wieder gefüttert und im Vergleich zum Originalschnitt etwas gekürzt und habe außerdem Taschen eingefügt.

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Innenansicht: 
Belege aus petrolfarbenem Baumwollstoff, an den Unterkanten von Hand angenäht (das wird bei mir einfach am schönsten, da zahlt sich die zusätzliche Arbeit auf jeden Fall aus)

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 Hier noch ein Foto vom recht breiten Bund - ist bequem und sitzt sehr gut

Den Libellenstoff - passenderweise übrigens ein japanischer Stoff - liebe ich sehr, ich habe ihn bei Himbeerfell entdeckt (wo noch einige andere Schätze bereit liegen). Der Baumwollstoff hat einen schönen Stand, passt also sehr gut für diese Art Rock, und das zarte Muster finde ich einfach wundervoll.
Die Farbe (ein sehr dunkles Dunkelblau) fügt sich ebenfalls sehr gut in meinen restlichen Kleiderschrank ein.
Der Rock, kann ich mir vorstellen, wird sich das ganze Jahr über gut bewähren, sowohl mit Strumpfhosen als auch barfuß, mit leichtem Top oder warmer Strickjacke kombiniert, mit Stiefeln oder mit Sandalen... Die Kombination aus ausgestelltem Rock und engem Oberteil (je nach Temperatur mehrere Schichten bzw. von ärmellos bis Langarm) ist sowieso mein Lieblings-"Look"...

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Kurzum: Ich glaube, hier ist mit dem Libellenrock ein wirkliches Lieblingsstück entstanden! Ein schöner Abschluss für den Japan-Sew-Along - und ein gelungener Auftakt für weitere japanische Nähprojekte! :-)

Donnerstag, 12. März 2015

Beinkleid in blau

Beim Spaziergang am Wochenende war nicht nur das Wetter sehr einladend, ich hatte auch endlich mal wieder die Kamera dabei (und einen Fotografen). Also nehme ich die heutige RUMS-Runde zum Anlass, mal wieder von meinen Erfahrungen zum Thema Hosen-Nähen zu berichten.

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Diese Jeans trage ich wirklich sehr oft. Genäht habe ich sie schon vor ca. zwei Monaten, ich kann also durchaus bestätigen, dass sie sich bewährt haben.
Dabei sind sie eigentlich gar nicht wirklich "perfekt". Wie man auf den Fotos wohl erkennen kann, sitzt die Hose zwar schon ziemlich gut, ich merke aber, vor allem beim Sitzen, dass irgendwas nicht ganz stimmt - da rutscht die Hose nämlich nach unten. Ich glaube gar nicht unbedingt, dass die Bundweite falsch ist (enger sollte es eigentlich nicht mehr werden), eher glaube ich, dass die Schrittnaht zu lang sein könnte? Das sind aber alles nur sehr sehr vage Vermutungen...
 
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Genäht hab ich die Jeans nach dem Schnitt "Black Magic" aus der Ottobre 5/14, den ich bereits anhand dieser Hose getestet hatte. Diese erste Hose hat den Alltagstest leider nicht bestanden, der Stoff ist viel zu elastisch und gibt beim Tragen extrem nach, sodass die Hose furchtbar ausbeult und sich die Hosenbeine außerdem ganz gräßlich nach oben schieben.... Außerdem sitzt der Bund nicht ganz richtig und ist immer weiter ausgeleiert...
Zwischen dieser im Nachhinein als missglückt zu betrachtenden Hose und den heute gezeigten Jeans liegt noch ein weiteres Exemplar aus grauem Jeansstoff (z.B. hier ein bisschen zu sehen). Hier hatte ich einige Anpassungen am Hosenbund und im Gesäßbereich gemacht (die jetzt zu beschreiben, ist schwer, aber zusammengefasst habe ich einfach alles sehr viel enger gemacht), wonach die Hose schon sehr viel besser gepasst hat. Leider ist mir der Reißverschlussschlitz nicht so gut gelungen und auch der Bund sieht nach mehrmaligem Auftrennen nicht mehr soo toll aus, aber auch die graue Hose ist durchaus tragbar; ich ziehe eben immer längere Oberteile dazu an.

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Was ich gelernt habe, ist auf jeden Fall, dass sich (jedenfalls für diese Art von eng anliegenden Hosen) ein Stoff mit einem gar nicht allzu hohen Elasthan-Anteil am besten eignet - ansonsten näht man sich ein Schlabberteil.
Der dunkelblaue Denim - ein ganz großartiger Stoff, tolle, eher dickere Bio-Qualität und sehr schöne Farbe (ich habe mich lange nicht getraut, ihn anzuschneiden) - den ich hier verwendet habe, hat einen Elasthan-Anteil von 2% (der Stoff der grauen Hose gar nur einen Elastah-Anteil von 1%). (In der Ottobre wird für diesen Schnitt übrigens ein Stoff mit einem Elastahn-Anteil von 10% (!) angegeben...)

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Weitere Erkenntnis: Das Hosennähen ist gar nicht soo schwer!
Während der letzten 1-2 Jahre hat es sich - ohne, dass ich es konkret geplant hätte - so ergeben, dass ich bis auf ein paar Ausnahmen meine gesamte Kleidung selber nähe (und zwar mit großer Freude!). Ans Hosennähen hatte ich mich aber lange nicht herangetraut - Warum eigentlich?
Als frische/r NähanfängerIn würde ich mich vielleicht nicht gleich an eine Hose mit vielen Details und Reißverschluss wagen, und mal schnell an einem Abend ist so ein Stück auch nicht genäht, aber es zahlt sich aus, das Hosennähen mal auszuprobieren! Die Herausforderung anzunehmen, hat mir jedenfalls Spaß gemacht!
Außerdem freue ich mich, dass ich jetzt eine vergleichsweise gut sitzende Hose in Bio-Qualität habe, von der ich ganz genau weiß, unter welchen Arbeitsbedingungen sie entstanden ist (natürlich trifft das nur aufs Nähen zu, nicht auf die Herstellung des Stoffs, aber der GOTS-Zertifizierung möchte ich doch einigermaßen vertrauen - selber Baumwolle anbauen und Stoffe weben kann ich leider nicht...).

Also: Ich bleibe dran an den Hosen, und für den Sommer möchte ich mich dann noch an Shorts wagen...

Dienstag, 3. März 2015

LISA mal zwei

Mein Töchterchen ist um einiges in die Höhe geschossen, da muss so langsam mal Nachschub für den Kleiderschrank her. In den letzten Wochen hab ich begonnen, nach und nach ein bisschen daran zu arbeiten.
Am liebsten trägt die junge Dame Kleider, also hab ich wieder mal zum Jerseykleid LISA gegriffen, das kann ich nämlich schon so gut wie im Schlaf nähen ;-)
Damit's nicht langweilig wird, hab ich den Schnitt aber ein bisschen variiert.

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Stoff: grauer Tiger-Jersey von PaaPii Design, übers Stoffbüro

Für das graue Tigerkleid hab ich den Schnitt auf Höhe der Taschenansatznähte (also etwa auf Hüfthöhe) geteilt und den unteren Abschnitt mit Mehrweite zugeschnitten und dann eingekräuselt. (Ähnlich wie, jeweils auf anderer Höhe, hier, hier oder hier - dort findet ihr auch genauere Erklärungen.)
Die kurzen Ärmeln und der Halsausschnitt sind mit Jerseystreifen eingefasst.

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Bunter (das Grau, das mir persönlich sehr gefällt, hat das Kindchen nur wegen der Tiger gut geheißen) ist das zweite Kleid aus Blümchenstoff.
Hier hab ich den Schnitt ohne Änderungen genäht, aber lange UND kurze Ärmel verwendet und - eine Anleitung gibt es hier - Ärmel im Lagenlook genäht. (Das ist übrigens sehr praktisch, um Stoffreste zu verwerten...)

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Stoffe:  "Snöboll Blömma" und "Uni-Jersey Petrol" von Lillestoff

Jetzt wird noch an einem Geburtstagsoutfit genäht (das wurde ausdrücklich gewünscht!), aber das ist natürlich noch streng geheim!

Montag, 23. Februar 2015

Japan-Sew-Along: Schwalbenschwarm

Meine Vogelbluse, mit der ich beim heutigen Japan-Sew-Along-Treffen vorbeischaue, mag ich sehr gerne.

Eigentlich. Aber: Es gibt da zwei klitzekleine "Abers". (Ja, ich bin Perfektionistin.)

Der Reihe nach:

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Genäht habe ich die Bluse nach dem Schnitt "V" aus "Kleider und Tops zum Kombinieren".
Eigentlich handelt es sich bei dem Schnitt um ein Kleid, aber ein solches auf Blusenlänge zu kürzen, ist ja nicht schwer. Außerdem habe ich - Ihr ahnt es vielleicht bereits, gehört das bei mir und den Schnitten von Yoshiko Tsukiori ja zum Standardprozedere - etwas an Weite herausgenommen.
Das Nähen der Bluse fand ich nicht schwer - sogar die Knopfleiste hab ich ohne Zwischenfälle gemeistert, und Knopfleisten finde ich immer schwierig. Die detaillierten Anleitungs-Zeichnungen im Buch haben sich wieder mal sehr bewährt.
Den Blusensaum habe ich leicht abgerundet und seitliche Schlitze eingearbeitet, das find ich ganz hübsch.

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Stoff: Bio-Voile "Flight" von Birch fabrics, ich hatte ihn beim Stoffsalon entdeckt, es gibt ihn jetzt scheinbar nur noch in der Farbe "Paprika"

Der wirklich traumhafte Stoff - ein Bio-Baumwollvoile und wirklich ganz leicht und fein - ist absolut nach meinem Geschmack, die aufgedruckten Schwalben (möglicherweise (wahrscheinlich) sind es auch andere Vögel - egal) gefallen mir sehr. Nur leider leider leider - das ist eben der Nachteil an Internetkäufen - bin ich von der Farbe etwas enttäuscht. Bezeichnet war die Farbe nämlich als "grau", aber ich finde, es handelt sich eher um etwas wie "taupe" oder "beige", und das sind Farben, die ich eigentlich nicht so mag und die mir wohl auch nicht so gut stehen. Der Vögel wegen habe ich dem Stoff trotzdem eine Chance gegeben; jetzt überlege ich noch, mit welchen anderen Farben ich das Taupe/Beige gut kombinieren könnte, damit ich mich darin noch wohler fühle; ich tendiere ja zu einem eher dunklen Dunkelblau, das würde sich als Strickjacke zu der Bluse vielleicht ganz gut machen.
A propos Strickjacke: Viele der japanischen Oberteile gelingen ja am besten, wenn sie aus leichten, dünnen Stoffen genäht werden. Diese Stoffe sind nun aber nicht gerade wärmend und im Winter friere ich in so einem zarten Blüschen viel zu sehr. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, ist natürlich, etwas darunter zu ziehen; nicht immer gefällt mir das aber, und ich würde lieber etwas darüber ziehen. Viele Modelle aus den japanischen Nähbüchern sind aber recht weit geschnitten, und da passen meine normalen Strickjacken nicht oder nur mit argem Gequetsche drüber. 
Ich denke also über das Nähen einer Jacke oder eines "Überwurfs" oder so nach. Hat jemand Tipps zu Schnittmustern und vor allem passenden Stoffen? (Strickstoffe? - aber bitte nicht aus 100% Polyester..., dickere Jerseys? Leinenjersey?)
 
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Was mich, abgesehen von der Farbe, noch an der Bluse stört, ist, dass sie an den Schultern nicht optimal sitzt. Ich finde, die Schulterbreite bzw. die Oberbrustweite ist zu groß. Ich überlege, ob ich nicht die Ärmel noch einmal heraustrennen und den Armausschnitt 1 oder 1,5 cm tiefer ausschneiden soll, sodass die Ärmel einfach ein Stückchen weiter zur Körpermitte hin rücken. (Habe ich das jetzt verständlich ausgedrückt?) Was meint Ihr? Oder verschlimmbessere ich damit das Ganze nur?

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Ansonsten bin ich aber sehr verliebt in mein Blüschen - und in die japanischen Schnitte überhaupt, es macht mir gerade sehr viel Spaß, in meinen Nähbüchern zu stöbern (und mir zum Geburtstag neue zu wünschen ;-)...) und unrealistisch viele Nähpläne zu machen (Träumen kann man ja immer)... 
Umso mehr freue ich mich, heute wieder an den Fortschritten und Ergebnissen, den Erfahrungen und Überlegungen der anderen Sew-Along-Näherinnen teilzunehmen.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Hier kommt KURT - (Free-Book Probenähen und gewinnen!)

Meine neue Tasche (meine, jawohl, auch wenn die Tochter sie ausborgt, um ihre Klaviernoten zu tragen - deshalb ab damit zu RUMS) sieht mit dem hübschen Blümchenstoff (ein Rest von hier) doch so richtig nach Frühling aus, oder?

einkaufstascheKURT

Was man hier nicht sieht, ist das Innenleben der Tasche, das mit einigen Details aufwarten kann. Es ist schon eine Weile her, da hab ich aber eine sehr ähnliche Tasche genäht, (die (auf mich) sehr sommerlich wirkt - vielleicht sollte ich also eine Tasche für jede Jahreszeit nähen...) im dortigen Post gibt es genauere Fotos und Beschreibungen.
Jedenfalls hatte ich Euch damals auch Anleitung und Schnitt für die Tasche versprochen...
Tja, es hat gedauert, aber jetzt ist es soweit:
TitelKURTklein

Das Free-Book für die (Einkaufs-)Tasche ist fertig, Ihr könnt es hier herunterladen.

Aaaaber: Das E-Book ist noch nicht probegenäht; das möchte ich diesmal ein bisschen anders machen.
Ich hoffe, dass es keine Verständnisschwierigkeiten gibt und Passformprobleme sollten bei einer Tasche auch nicht so ins Gewicht fallen. Dennoch ist die jetzige Version erst mal eine vorläufige, die sich, solltet Ihr Anregungen, Wünsche oder Probleme äußern, noch ändern kann.
Unter allen, die die jetzige Version testen möchten und bis 31.3.2015 eine Tasche nähen, verlose ich sehr gerne 

ein individuell zusammengestelltes Überraschungspaket 
zum Thema Nähen!

So könnt Ihr am Gewinnspiel teilnehmen:
  • Wer eine Tasche näht und darüber bloggt (auf facebook schreibt etc...), schickt mir einfach einen Link zum entsprechenden Beitrag (per E-Mail oder als Kommentar unter diesem Post).
  • Natürlich kann auch jede/r an der Verlosung teilnehmen, die/der nicht bloggt. Bitte schickt mir in dem Fall einfach ein Foto von Euren Taschen an fabelwald@gmx.at oder herzekleid@gmx.at.
  • Feedback zur Anleitung und zum Free-Book allgemein bitte auch per E-Mail an mich senden, ich sammle dann alle Anmerkungen und mache zum Schluss gegebenenfalls die nötigen Änderungen.
  • Ich möchte Eure Designbeispiele auch auf Pinterest sammeln, wer an der Verlosung teilnimmt, erklärt sich auch damit einverstanden, dass ich ihr/sein Bild pinne.
  • Ihr könnt mit beliebig vielen Taschen an der Verlosung teilnehmen, jede Tasche zählt als ein Los.
  • Gerne könnt Ihr, wenn Ihr mögt, auch das Banner aus der Sidebar mitnehmen und hierher verlinken. 

Ich bin gespannt auf Eure Taschen und freu mich sehr, wenn die eine oder andere Lust bekommen hat, mitzunähen!

Viel Spaß beim Nähen!

Montag, 16. Februar 2015

Japan-Sew-Along: Blumenfreude

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Schon wieder Zeit für ein Treffen beim Japan-Sew-Along! Ich bin schon gespannt, was die anderen heute zeigen!

Bei mir gibt's heute eine Tunika zu sehen. Dafür hab ich zum ersten Mal eine Stoffart namens "Double Gauze" vernäht.
Double Gauze wird in vielen japanischen Nähbüchern immer wieder genannt, und auch sonst ist mir der Begriff schon ein paar Mal begegnet. Mir war auch bewusst, dass es sich dabei um einen zweilagigen Stoff handelt, dessen Lagen punktuell miteinander verbunden sind. Wie sich das Ganze tatsächlich anfühlt, konnte ich mir aber nicht vorstellen.
Von dem wunderschönen Design "Joy Flower" (von Nani Iro) war ich aber so hingerissen, dass ich eine Bestellung wagen musste. Nach einigem Hin und Her, was man denn daraus am besten nähen könnte und welche Art Schnitt sich am ehesten eignen könnte (Danke für die Ratschläge, Catrin!), hab ich mich dann entschlossen, daraus eine kurzärmelige Tunika zu nähen:

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Der Schnitt - oder das, was davon übrig geblieben ist ;-) - stammt aus dem Buch "Kleider, Tops und Hosen", es handelt sich um das Modell V.
Dabei habe ich
  • das Kleid auf Tunikalänge gekürzt
  • die Kräuselungen rausgenommen, indem ich den Schnitt in der Weite reduziert habe. Dafür hab ich das Schnittmuster mit meinem Grundschnitt (nach meinen Maßen) verglichen und entsprechend geändert. Meine Beratschlagungen mit Catrin hatten nämlich u.a. ergeben, dass Double Gauze kombiniert mit vielen Kräuselungen nicht so vorteilhaft bzw. figurschmeichelnd aussehen könnte. Natürlich hätte ich auch gleich einen anderen Schnitt verwenden können, aber mir haben der Schlitz am Ausschnitt und die Taschen so gut gefallen, und außerdem wär's ja sonst nicht kompliziert genug gewesen...
Eigentlich gefällt mir die Tunika ganz gut, aber so hundertprozentig zufrieden bin ich nicht. (Trotzdem hab ich sie schon recht oft getragen ;-)...)
Dabei kann ich gar nicht sagen, was mich stört. Die Länge und die leichte A-Form gefallen mir sehr gut, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Ärmeln (die sind am Ärmelsaum dann doch leicht eingekräuselt) an mir so vorteilhaft aussehen, ich finde sie irgendwie zu "wuchtig". Sollte ich sie noch kürzen?
Außerdem hab ich das Gefühl, dass Farbe (ein doch - jedenfalls für meine Verhältnisse - recht leuchtendes Petrol) und Muster für mich irgendwie zu viel sind. In sich ist das Muster wunderbar zart und fein, aber die Blumenkränze sind doch recht groß und eigentlich ist das ja dann, auf die Entfernung gesehen, ein großgemusterter Stoff - und ich bin eindeutig der Typ für Kleingemustertes.
Allerdings kommt ja bald der Frühling und da mag ein blumiger Farbklecks nicht schaden - außerdem lässt sich die Tunika durch eine darüber getragene, einfarbige Strickjacke (da hab ich jetzt leider kein Foto) ganz gut "abmildern". (Mein Mann meint übrigens: "Endlich mal was Farbenfrohes!")

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Vielleicht interessant für Euch sind meine Erfahrungen mit Double Gauze:

- Der Stoff ist sehr weich und leicht, trotzdem ist er nicht fließend wie Seide, auch nicht flatterig-leicht wie zum Beispiel Voile.
- Eher ist der Stoff anschmiegsam - das heißt, er ist sehr gemütlich beim Tragen, hüllt den Körper schön ein; er "klebt" nicht direkt, Röcke oder Kleider aus Double Gauze müsste man aber unbedingt füttern!
- Double Gauze eignet sich sehr gut für Blusen, Hemden und Tuniken, die ohne allzu viele Kräuselungen auskommen. Auch zu Schals oder Loops lässt sich Double Gauze bestimmt wunderbar verarbeiten.
- Der Stoff franst sehr schnell aus - es empfiehlt sich, mit ausreichend breiten Nahtzugaben zuzuschneiden und die Nähte ordentlich zu versäubern.


Beim letzten Mal hatte ich von meinen Plänen berichtet, das "Kleid mit 3/4-Ärmeln und tiefer Taille" zu nähen. Tatsächlich hab ich mir Zeit freigeschaufelt und schon damit angefangen - bin jetzt aber auf halber Strecke gar nicht mehr soo überzeugt.

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Hier Fotos vom unfertigen Kleid: Der Saum ist nur so irgendwie gesteckt und auch die Knopfleiste in der Seite noch nicht genäht.
Besonders in der Seiten-und Rückenansicht zeigt sich deutlich, dass da doch sehr viel Stoff ist, der irgendwie merkwürdig gebauscht an mir herunterhängt...

Zugeschnitten habe ich in Größe 7 und dabei gleich ca. 3 cm Weite (an Vorderer bzw. Hinterer Mitte und an der Ärmelmitte) am Oberteil weggenommen; nach der ersten Anprobe habe ich auch noch seitlich jeweils 2cm weggenommen. Das Kleid ist also sehr weit geschnitten - das ist Absicht, ich weiß, aber ich hätte einfach doppelt reingepasst und dafür ist mein Stoff - ein Probestoff, der aber durchaus auch "in echt" tragbar wäre, wenn das Kleid gelingen würde - nicht fließend genug und die Stoffmengen bauschen sich dann sehr unvorteilhaft auf Bauchhöhe bzw. am Rücken ...
Wie auch immer: Das Taillenband hatte ich zuerst auch in Größe 7 zugeschnitten und angenäht - und dann wieder abgetrennt, weil es doch sehr genau passt, sprich: Es liegt auf der Hüfte auf. Wenn ich mir das Foto im Buch so ansehe, sollte das Taillenband aber lockerer sitzen, ich habe es also in der nächsten Größe zugeschnitten - jetzt liegt es nicht mehr auf den Hüften auf, aber irgendwie hängt das ganze Kleid dadurch recht unmotiviert an mir herunter...
Außerdem ist mein Stoff, wenn auch eben nicht leicht und fließend genug, doch sehr dünn, sodass ich das Unterteil unbedingt füttern würde. Das wäre sicherlich möglich, aber ich frage mich momentan wirklich, ob ich mir die Mühe antun soll.. Eigentlich und irgendwie gefällt mir das Kleid ja schon, auf den Fotos sogar besser als im Spiegelbild, aber andererseits hatte ich es mir irgendwie besser vorgestellt. Ich weiß nicht, ob ich mich so richtig wohl darin fühle.

Bestimmt würde der Schnitt mit einem anderen, noch fließenderen Stoff besser gelingen, und ich könnte auch versuchen, die Weite am hinteren Oberteil noch zu reduzieren. Oder ich mache einfach zwei Stücke daraus - eine Bluse und einen Rock?
Ich lasse es jetzt wohl einfach mal eine Zeit lang unfertig liegen, vielleicht habe ich ja noch DIE Idee - oder eine von Euch: Ratschläge und Tipps sind sehr willkommen! :-)