Dienstag, 28. Juni 2011

Kochspaß

Meine Tochter kocht sehr gerne. Das bedeutet einerseits, dass sie mir sehr gerne "hilft", wenn ich koche oder backe - auch wenn sich das mehr oder weniger auf das Naschen der Zutaten und das Ausschlecken von Teigschüsseln beschränkt - und andererseits, dass sie gerne kochen spielt. Eigentlich schon seit zwei Jahren oder so. Es wurde also höchste Zeit, dass das Kind einen Herd bekommt!


Den habe ich dann heute morgen in ca 10 Minuten gebastelt: Einfach einen Karton nehmen, einmal knicken (oder zwei Teile aneinander kleben, so hab ich es versucht, aber das war nicht ideal), die Kochplatten und die Schalter aus Buntpapier ausschneiden und aufkleben, beschriften - Fertig!


Da gibt es dann ganz bald was Leckers zu essen - in unserem Fall Pilze, Käse und ... Steine.

Sonntag, 26. Juni 2011

Der Lauf der Dinge

Bei meinen Eltern am Balkon hat sich in einem Blumentrog, zwischen dem Lavendel versteckt, eine Amsel eingenistet.


Vier Eier hat die Amselmutter gelegt, und nach fleißigem Brüten sind vier winzige, unglaublich zarte Geschöpfe geschlüpft.


Mein Papa hat uns fast jeden Tag Fotos gemailt, und unsere Tochter wollte jeden Tag wissen, was die Amselbabys machen. Die waren natürlich die meiste Zeit hungrig und sind auch schnell gewachsen.


Das verlängerte Wochenende haben wir bei meinen Eltern verbracht und hatten so auch endlich Gelegenheit, die Vogelfamilie mit eigenen Augen zu sehen. Und da war nicht nur unsere Kleine fasziniert... Wenn wir ganz leise waren, konnten wir beobachten, wie die Mutter ihre Kinder gefüttert hat, und dann hatten wir auch das Glück, die ersten Flugstunden miterleben zu können.


Allerdings hat zumindest eines der Vögelchen nicht lange überlebt. Kurz nach der ersten Landung auf der Wiese ist eine Elster gekommen und hat das Kleine gepackt.

Ich höre noch das empörte Schreien der Amselmutter.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Betucht

Es dauert gar nicht mehr lange - ungefähr drei Wochen - und dann werden wir am Strand sein! Juhu! Urlaub!
Allerdings fallen mir dauernd Sachen ein, die ich unbedingt ganz schnell noch vor dem Urlaub bzw. für den Urlaub nähen könnte. Ein nüchterner Blick auf meine so entstandene To-Sew-Liste (da stehen doch tatsächlich noch 2 Hosen, 2 Kleider, 3 Röcke, 2 Taschen, 2 Blusen und eventuell ein Sonnenhut oben - ja, ich weiß, ich BIN größenwahnsinnig, aber es ist ja eine theoretische Liste) hat mir allerdings gezeigt, dass das NICHT realistisch ist! Nötig natürlich auch nicht, denn, mal ganz ehrlich, soo dringend brauchen wir diese Dinge alle gar nicht! Aber schlecht wär's halt auch nicht - und wenn ich doch immer so viele Ideen habe!


Eine wirklich schnell umzusetzende Idee ist allerdings, ein Kopftuch zu nähen! Ich denke mal, das könnte das Töchterchen am Strand ganz gut brauchen - als Sonnenschutz oder Windschutz.


Das Tuch besteht in Wahrheit nur aus einem Stofdreieck, an das ein Band zum Zubinden angenäht wird, das alles wird mit etwas Spitze verschönert. Eine genauere Anleitung gibt es in diesem netten Buch.


Bevor es an den Strand geht, geht es aber erst einmal für die nächsten paar Tage zu einem kürzeren Urlaub (naja, Verwandtenbesuch) an den See.
Euch allen wünsch ich ein schönes verlängertes Wochenende!

Dienstag, 21. Juni 2011

Druckversuche und Etiketten, Marmelade und Kuchen

Die Pflanzen-Drucke, die ich bei laa berry gesehen habe, haben mir so gut gefallen, dass ich das mit meiner Tochter auch ausprobieren wollte!


Die Kleine hat die Geduld zwar relativ bald verloren, aber ich bin so richtig auf den Geschmack gekommen - und da ich vor kurzem Minzsirup (ergibt mit Mineralwasser und Eiswürfeln eine erfrischende Limonade) gekocht hatte, musste ich noch Minzeblätter drucken und hübsche Etiketten basteln.


Apropos Etiketten: Mehrere Marmeladengläser sind noch unbeschriftet bei uns herumgestanden - nachdem uns am Wochenende Ribiseln nahezu aufgedrängt wurden (Ich zitiere den Vater des Herzliebsten: (flehend): "Bitte, BITTE, nehmt doch ein paar Ribiseln! Sonst muss ICH die alle abpflücken!"), sind es noch mehr geworden. Es war also an der Zeit Etiketten zu machen - und diesmal war meine Tochter mit mehr Eifer dabei:


Die Erdbeeren, die sie gezeichnet hat, haben sogar ein Gesicht bekommen :-)

So, und weil so viele nach dem Rezept für den Marillenkuchen gefragt haben, reiche ich es nach:
es stammt ursprünglich aus dem Buch "Köstliche Kuchenteilchen" von Anne Wilson, aber ich habe es leicht verändert (z.B. keine Trockenfrüchte genommen...). Hier also meine Version:
100g weiche Butter, 100g braunen Zucker, 1 Ei, 185g (Vollkorn-)Mehl und 1/2 TL Backpulver verkneten. Den Teig in eine Kuchenform drücken (Ich hab eine runde Springform mit 28 cm genommen) und 20-25 min goldbraun backen.
Für die Füllung hab ich einfach diesen Boden mit frischen, in kleine Stücke geschnittenen Marillen bedeckt. Darunter noch 2-3 EL Marillenmarmelade verstreichen.
Für den Belag 100g Butter und 100g Zucker aufschlagen, nach und nach 2 Eier dazu geben. 250g Kokosraspel, 40g Mehl und 1/2 TL Backpulver unterziehen. Auf den Marillen verteilen und den Kuchen nochmal 20-25 min backen. 

Sonntag, 19. Juni 2011

Marillen

Unser Sonntagssüß war nicht allzu fotogen, aber - und das ist ja das wichtigste - sehr lecker!
Unten eine Art Mürbteig, dann eine dicke Schicht Marillen, oben eine Haube aus Kokosteig....


... Ich glaube fast, nach der Erdbeerphase wird die Marillenphase anbrechen....
Zum Trinken gab's dazu übrigens selbstgemachte Zitronen-Basilikum-Limonade - sehr erfrischend. (Und Katrin, du weißt ja, wo man das Rezept dazu findet :-)...)

Mehr süße Inspiration gibt es wieder hier!

Samstag, 18. Juni 2011

Sommerhöschen: Tutorial, Teil 2

So, heute geht es ans Nähen!
Für die Sommerhose brauchst du:
Stoff nach Wahl (Baumwollstoff, Jersey...), passendes Nähgarn, Schrägband (gekauftes oder selbst gemachtes), Nähgarn in der passenden Farbe und ein Gummiband (ich würde sagen mindestens 2cm breit)

1.) Mit dem Schnitt von gestern kannst du die Teile für deine Hose zuschneiden: Du brauchst Vorder-und Hinterteil je zwei Mal. Die Nahtzugaben sind, wie gesagt, jeweils 1 cm breit, nur unten am Beinabschluss kannst du sie dir sparen.


2.) Als erstes werden die Beinabschlüsse mit Schrägband eingefasst. Dazu faltest du das Schrägband auf und legst es rechts auf rechts auf eines der Schnitt-Teile. Stecke es entlang der ersten Falzlinie fest (bis um die Rundung herum und noch ein kleines Stückchen weiter). Jetzt kann genäht werden!


Nun sitzt das Schrägband fest und kann nicht mehr verrutschen. Falte es jetzt wieder zusammen und klapp es um den Stoff herum:


Steck das Schrägband wieder fest und nähe - am besten von rechts, denn dann siehst du gleich, wie das Ergebnis auf der "schönen" Seite aussieht.


Wo das Schrägband - wie man oben sieht - etwas zu lang ist, kannst du es einfach abschneiden, sodass wieder eine gerade Kante entsteht:


Das Ganze wiederholst du jetzt noch drei Mal, bis alle Teile mit Schrägband eingefasst sind.

3.) Nun lege ein vorderes und ein hinteres Schnitteil rechts auf rechts aufeinander und schließe die beiden seitlichen Nähte (Bei mir stecken da noch die Nadeln drinnen):


Mit dem zweiten Hosenbein ebenso verfahren. Alle Nähte (mit Zickzackstich) versäubern und die Nahtzugaben auf eine Seite bügeln.

4.) Jetzt wird ein Hosenbein gewendet und dann in das andere hineingesteckt. So liegen die Hosenbeine rechts auf rechts aufeinander. (Das klingt sehr kompliziert, aber es macht das Nähen viel leichter!) Ich hoffe, man erkennt auf dem Foto, was ich meine:


Jetzt werden die Hosenbeine rundherum aneinandergesteckt,


die Mittelnaht wird geschlossen und versäubert (und gebügelt) - und plötzlich sieht das alles schon ziemlich nach Hose aus (auch wenn mein Foto unscharf geworden ist...):


5.) Oben am Bund bügle einen schmalen Streifen (bis 1 cm) nach innen


und klappe das Ganze dann noch einmal um, in der Breite des angeschnittenen Besatzes, also etwas breiter als das Gummiband:


Jetzt kannst du nähen, lass dabei aber einen Schlitz von 2-3 cm offen:


6.) Durch den Schlitz ziehe das Gummiband ein. Am besten machst du jetzt eine Anprobe, um die gewünschte Länge des Gummis festzustellen. Das Gummiband gut zusammennähen...


... und dann den Schlitz zunähen.

                                                                            FERTIG!!!


Außer natürlich, du willst gleich noch eine Hose nähen....


Übrigens: Ich hab es noch nicht ausprobiert, aber ich bin mir sicher, dass die Hosen auch in Erwachsenengröße funktionieren (als Sporthose, bequeme Herumlümmel-Hose, Pyjama-Hose...). Taschen könnte man natürlich auch noch einbauen... und und und...
Aber das ist eine andere Geschichte...

Fragen bitte wieder in die Kommentare schreiben.

Freitag, 17. Juni 2011

Sommerhöschen: Tutorial, Teil 1


Kurze Hosen braucht meine Tochter ziemlich viele (lange auch, aber jetzt ist schließlich Sommer!), nicht selten nämlich mehr als eine pro Tag. (Die/der geneigte Leser/in erinnere sich an das "Ohne-Windel-klappt-es-doch-noch-nicht-so-einwandfrei"-Set.) Natürlich gibt es Unmengen kurzer Hosen zu kaufen, oft auch sehr schöne, aber ich bin in der Beziehung ja ein bisschen (haha) komisch ehrgeizig, und wollte unbedingt ein paar Hosen selber nähen. Und damit ihr das auch könnt, gibt es für euch ein Tutorial! Heute versuch ich mal, zu erklären, wie man den Schnitt macht.

Dazu braucht man: Maßband, Papier, Stift, Geodreieck/Lineal, Schere (Wer so ein Mathematik-Genie ist wie ich, braucht auch noch einen Taschenrechner :-)...)

1.) Zuerst musst du mal messen, und zwar den Hüftumfang bzw. den Bauch-/Taillenumfang. In meinem Beispiel ergibt das 52cm für den Bauch und 54 cm für den Hüftumfang. In den meisten anderen Fällen wird wohl auch der Hüftumfang größer sein, und den größeren Wert braucht man auch.
(Soll unter die Hose eine Windel passen, dann am besten die Messung auch mit Windel durchführen.)

2.) Zum größeren Wert  zähle - damit die Hose auch schön bequem wird - ca. 6-10 cm dazu, dann teile diesen Gesamtwert durch 4. In diesem Beispiel: 54cm+6cm=60cm; 60cm: 4= 15 cm
Zeichne eine Linie in dieser Länge auf das Papier. Sieht dann (Überraschung!) so aus:
3.) Nun trägst du im rechten Winkel dazu nach unten die gewünschte Länge der Hose ab (also nochmal messen oder sich an einer fertigen Hose orientieren), und zwar zweimal, sodass ein Rechteck entsteht. Bei mir war das Maß für die Länge 20cm und es hat so ausgesehen:
4.) Damit das Hosenbein schöner aussieht, habe ich auf einer Seite (rechts) wieder einen cm weggenommen und eine neue Verbindungslinie eingezogen, und dann eine Rundung eingezeichnet. Am besten sieht man das, glaube ich, am Foto:
 5.) Jetzt braucht die Hose im Schritt noch eine Art Keil, damit sie dann beim Tragen genug Bewegungsfreiheit erlaubt. Dazu am besten wieder (am Kind) die Länge bis zum Schritt abmessen; es ist auch sehr hilfreich, eine fertige Hose als Anhaltspunkt zu verwenden!
Bei meiner Tochter misst die Strecke vom Hosenbund bis zum Schritt ca 15 cm, diese hab ich an meinem Rechteck also von oben (links) abgemessen.Von da hab ich im rechten Winkel etwa drei cm abgemessen und dann nach oben und unten eine gerundete Verbindungslinie gezogen. Hört sich wieder schrecklich kompliziert an, ich hoffe aber, dass das Foto für sich spricht:
6.) Jetzt braucht die Hose oben am Bund noch einen (angeschnittenen) Besatz. Dafür solltest du wissen, wie breit das Gummiband ist, das du später einziehen möchtest. Mein Gummiband war 2,5cm breit, ich habe den Schnitt also um einen etwas breiteren Streifen - nämlich 3cm - nach oben verlängert. Das wiederum sieht so aus:
 7.) Juhu! Das vordere Schnitt-Teil ist fertig! Es sollte jetzt so aussehen:
Schneide es entlang der bei mir fett eingezeichneten Linien aus.

8.) Für das Hinterteil paust du als erstes das Vorderteil ab (a) und verbreiterst es seitlich um ca. 1-2 cm. (b)
9.) Damit die Hose besser sitzt, sollte der Bund hinten etwas höher sein. Um das zu erreichen, wird der Besatz etwas schräg zugeschnitten. Ich habe ihn zur Mitte hin (auf dem Schnitt oben links) um 1 cm verlängert. Ich hoffe, das Foto erklärt, was ich meine:
10.) Tadaa! Schon wieder fertig!
Du kannst das Hinterteil jetzt auch ausschneiden und eigentlich gleich einen passenden Stoff zum Zuschneiden heraussuchen!

Die Nahtzugaben sind überall 1 cm, nur unten am Beinabschluss brauchst du gar keine.
Mehr dazu gibt es aber morgen, wenn ich zeige, wie die Hose genäht wird!

Ich hab mich sehr bemüht, alles verständlich zu erklären, aber man weiß ja nie... Falls Fragen auftauchen, diese bitte in den Kommentaren stellen - ich beantworte sie dann auch dort, dann haben alle was davon!

Mittwoch, 15. Juni 2011

Immer wieder


Wenn meine Mama ein kleines, nettes Geschenk für eine Freundin braucht, höre ich in letzter Zeit ziemlich häufig den Satz: "Könntest du nicht bitte schnell eine Tasche nähen?"
Kann ich. So eine simple Einkaufstasche ist ja wirklich schnell zu nähen. Außerdem rechtfertigen solche spontanen Projekte meine seltsamerweise trotzdem nie kleiner werdende Stoffsammlung - schließlich muss ich immer für alles gerüstet sein - und eine solche Ausrede kann mir nur willkommen sein!

Dienstag, 14. Juni 2011

Brot


Gestern hatten wir kein Brot mehr zu Hause - im Nachhinein war das gar nicht schlimm, denn so war ich "gezwungen", zu improvisieren. Ich hoffe mal, dass ich mir auch alles richtig gemerkt habe - jedenfalls versuche ich, das Rezept zu rekonstruieren:

20 g Hefe in 1/8 l lauwarmen Wasser auflösen, in eine Schüssel mit 300g Mehl geben und mit einem Teil des Mehls zu einem dicklichen Brei verrühren. Ca. 10 min gehen lassen.
In der Zwischenzeit frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano) grob hacken, Parmesan reiben (Menge nach Belieben, aber mehr schmeckt natürlich noch besser - ich habe etwa 1 große Handvoll geriebenen Parmesan genommen), Oliven (Menge ebenfalls nach Gutdünken) in Scheiben schneiden.
Diese Zutaten auf die Mehlmischung geben, 1 TL Salz dazu und etwa 4 EL Olivenöl. Alles gut verrühren (evtl. noch etwas Wasser dazu geben) und zu einem Teig verkneten.
Den Teig ungefähr eine halbe Stunde gehen lassen, dann möglichst flach auf ein Blech drücken. Bei 200°C ca. 20 min backen. Aus dem Rohr holen und sofort mit Olivenöl einpinseln. Etwas auskühlen lassen und ESSEN!

Montag, 13. Juni 2011

Sonntagssüß: Schoko-Bananen-Roulade

Nach dem verlängerten - und doch zu kurzem - Wochenende melde ich mich mit einem etwas verspäteten Sonntagssüß zurück: Es gab Schoko-Bananen-Roulade!


Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Biskuitrolle gebacken, als ich ca. 12 Jahre alt war. Meine Eltern waren nicht zu Hause und gemeinsam mit meiner großen Schwester (Waren wir nicht wirklich rebellische Kinder?) habe ich die Gelegenheit genutzt, und - nein, nicht heimlich geraucht, sondern gebacken. Natürlich nur, um die Eltern bei ihrer Rückkehr zu überraschen... In all der Aufregung ist aber einiges schief gegangen, entweder haben wir nicht richtig gelesen oder aber es war einfach ganz erbärmlich um unsere Mathematikkenntnisse bestellt, kurzum, wir haben es irgendwie geschafft, Dekagramm und Gramm zu verwechseln und haben für unseren Biskuit-Teig VIEL zu viel Mehl genommen. Das Endergebnis war ein Brett.


Seither habe ich mich mehr als ein Jahrzehnt lang nicht mehr an Biskuitrouladen herangewagt. Bis jetzt eben! Die Schoko-Bananen-Rolle ist zwar rolltechnisch und optisch noch nicht ganz perfekt geworden, aber für den ersten - äh, zweiten - Versuch bin ich doch sehr zufrieden. Köstlich war sie nämlich obendrein!

Mehr Sonntagssüß gibt es wieder hier!

Freitag, 10. Juni 2011

Innenleben

Schon ein paar Mal (z.B. bei Fräulein Text, bei Ich und Adam, bei Philuko) ist mir die Idee begegnet, zu zeigen, was frau eigentlich so in ihrer Handtasche mit sich herumschleppt. Und da ich ja immer gern bei solchen Späßen mitmache, nun das Innenleben meiner Handtasche:


Handtaschen! Davon hab ich eigentlich mehrere, zum Einsatz kommt - weil sie die größte ist - momentan aber meist nur die "Herbsttasche", wie sie mein Kleines nennt. Ihr seht sie ein bisschen im Bildeck. (Nachdem ich die Herbsttasche genäht hatte, wollte ich eigentlich auch noch eine Winter-, eine Frühlings- und eine Sommertasche nähen. Naja. Steht noch auf der Liste. Zum Glück kommen die Jahreszeiten ja regelmäßig wieder und im Herbst werde ich mit meiner Blättertasche wieder topaktuell sein...)
Nun aber zum Innenleben: Da ich sehr oft in Begleitung meiner Tochter unterwegs bin, schleppe ich hauptsächlich die "Kinder-Versorgungs-Notfall-Ausstattung" mit mir herum: Trinkflasche (von der ich auch ab und zu ein Schlückchen nehme), Jause (da beiß ich auch mal ab), und ein (selbst genähter) Beutel mit Ersatzgewand. Tja, früher dachte ich mal, wie bequem das doch wäre, nicht immer Windeln mitschleppen zu müssen - jetzt schleppe ich eben ein zweites Outfit mit und dazu ein Plastiksackerl.  Für den Transport von "nasser" Kleidung. Falls es sich dann doch nicht mehr bis zu einem Klo ausgegangen ist.... Für jederzeit mögliche Notfälle als Tröster unersätzlich ist der "Dützi" genannte Schnuller. Der muss also auch immer mit.
Und für mich: Sonnenbrille, Fotoapparat und ein kleines Kosmetiktascherl (Am selben Design erkennbar: Auch selbst genäht - und eigentlich zu groß. Noch ein Punkt auf der Liste.)) mit dem Kontaktlinsen-Notfalls-Set. Außerdem mein Handy (auch ein Steinzeitmodell), ein paar (zerknuddelte) Taschentücher, ein Bleistift und meist ein paar bereits "erledigte" Einkaufslisten. Und dann noch meine Geldtasche: Ja, die ist aus einem Schnittmusterbogen recycelt!War ein wunderbares Geschenk von einer lieben Freundin!

Und was trägt ihr täglich spazieren?

Mittwoch, 8. Juni 2011

Lesenswert


Da bezeichne ich mich in meinem Profil als Leserin und schreibe hier nie über Bücher! Das liegt allerdings nicht daran, dass ich zu wenig lesen würde - ich lese eigentlich fast jeden Tag, zumindest vor dem Schlafengehen "gönne" ich mir meist noch ein paar Buchseiten - sondern eher daran, dass ich es gar nicht so leicht finde, über Bücher zu schreiben! Was soll man da auch schreiben? Eine Inhaltsangabe oder eine Interpretation, wie in der Schule?! Wohl eher nicht.
Also beschränke ich mich auch darauf, heute mal einen Lesetipp zu geben. Ich persönlich lese ja sehr gern Fantasy. Halt, da muss ich mich gleich verbessern: Ich lese sehr gern gute Fantasy. Und die ist gar nicht so leicht zu finden. Ehrlich gesagt, sind ein Großteil der Bücher dieses Genres nichts als Schund. Die meisten Autoren beschränken sich leider darauf, die immer gleichen, kopierten, vorhersehbaren Geschichten (ein Mensch, ein Elf und ein Zwerg müssen die Welt retten; der Zwerg und der Elf hassen einander, finden dann aber doch zur Freundschaft) zu erzählen, ausstaffiert mit platten Charakteren und Klischees über Klischees. Da helfen dann weder beigefügte Landkarten noch (meist erschreckend hässlich-kitschige) Buchcover, den fehlenden Tiefgang wett zu machen.
Eine absolute Ausnahme ist da Patrick Rothfuss. Seine Romane "The Name of the Wind" und "The Wise Men's Fear" (geplant ist eine Trilogie, aber auf den dritten Teil werde ich leider, leider noch laaaaaaaange warten müssen) habe ich verschlungen! Patrick Rothfuss's Bücher sind nicht nur sprachlich schön, der Inhalt ist auch spannend und "neu", die Charaktere vielschichtig und psychologisch plausibel. Alles in allem bin ich einfach begeistert!

Neben Patrick Rothfuss kann ich als gute Fantasy-Autoren (und J.R.R. Tolkien lasse ich jetzt mal aus, der ist wohl kaum noch als Geheimtipp zu werten) auch Tad Williams (mir gefallen am besten "Memory, Sorrow & Thorn", "The War of The Flowers" und die "Shadowmarch"-Trilogie (die 4 Bände hat :-)) und George R.R. Martin ("A Song of Ice and Fire" - auch hier warte ich SEHNSÜCHTIG auf eine Fortsetzung) empfehlen.

Und was lest ihr gerne?