Dienstag, 27. März 2012

Klein aus Groß


Endlich schaffe ich es wieder mal, an Ninas tollem Upcycling-Dienstag teilzunehmen!
Die alte (kaum getragene) Bluse von mir wollte ich eigentlich schon letzten Sommer in ein kleineres Exemplar für meine Tochter umwandeln, aber irgendwie war der Sommer dann plötzlich schon vorbei... Heuer war es größenmäßig schon sehr knapp, aber es ist sich gerade noch ausgegangen. Ich staune übrigens immer wieder, dass die Oberteile meiner Tochter gar nicht sooooo viel kleiner sind als meine. (Natürlich SIND sie kleiner, aber nicht so viel, wie ich gedacht hätte.) Generell hab ich festgestellt, dass es viel leichter ist, alte Männerkleidung in Kinderkleidung umzuschneidern als Frauenkleidung. Natürlich kommt das auf die jeweiligen Größen an, aber davon abgesehen haben Damenschnitte oft viel mehr Abnäher, sind tailliert, haben tiefere Ausschnitte, wodurch ganz einfach die "brauchbare" Stoffmenge ziemlich reduziert wird. Für ganz kleine Kleidungsstücke, für Babys oder Kleinkinder geht sich da schon noch was aus, aber in Größe 104/110 wird es echt schon knapp. Ich wollte auch aus alten T-Shirts des Herzliebsten Leggins für das Töchterchen nähen - nein, geht sich nicht mehr aus! (3/4-Leggings für den Sommer gehen vielleicht noch...)
Was mir außerdem wieder mal aufgefallen ist: Auch wenn ich zuerst gedacht habe, die Blusenverkleinerung würde ein ganz schnelles Projekt sein - ein bisschen enger, ein bisschen kürzer, die Ärmel neu einnähen - hab ich in Wahrheit  wohl länger gebraucht als wenn ich alles "neu" gemacht hätte. Vor allem der Kragen hat mich zum Schluss fast zur Verzweiflung gebracht. Eigentlich wollte ich ja den ursprünglichen Kragen verwerten, das ist sich aber nicht ausgegangen. Kurz dachte ich daran, den Ausschnitt einfach nur mit Schrägband einzufassen, aber das hätte dann irgendwie so "nackt" ausgesehen. Dann wollte ich einen Stehkragen machen, aber der hat komisch ausgesehen. Schließlich hab ich mich dann für einen Bubikragen aus einem ähnlichen Farbton (der Blusenstoff hat nicht mehr gereicht) entschieden und bin jetzt doch sehr zufrieden!
Fazit: Upcyclen lohnt sich!
Und wer noch mehr Inspiration sucht, schaut unbedingt nach, welche Ideen Nina heute wieder sammelt!