Montag, 6. Mai 2013

Blümchen-Monat Mai

    Ich melde mich kurz aus dem endlose Außmaße annehmenden Umzugs-Chaos, denn schon letztes Jahr hatte ich bei Meike den Blümchen-Monat Mai entdeckt und eigentlich sofort Lust gehabt, mitzumachen. Da ich aber gerade schwanger war und meine Figur sich ständig geändert hat, und ich mit dem Für-Mich-Nähen eher ausgesetzt habe, wurde nichts daraus. Dann aber dieses Jahr!

    Hier ein paar meiner Blümchen-Näh-Werke:

    Sommerkleid, ärmellose Bluse, Top (aus Vor-Blog-Zeiten), Rock, Bluse (aus Vor-Blog-Zeiten), und Rock

    Zugegeben, nicht alle dieser Kleidungsstücke trage ich wirklich oft - das liegt dann allerdings nicht an den Blümchen, sondern an der mangelnden Passform. Das Kleid und die beiden hellen Blusen von oben hab ich aber schon oft ausgeführt, in denen fühl ich mich sehr wohl.
    Insgesamt ist wohl zu erkennen: Ich mag Blümchen! Sowohl mein realer als auch mein "Kopfkleiderschrank" sind mit blumig Gemustertem recht gut bestückt!

    Warum? Ich mag Blumen eben. Sowohl echte, als auch solche in Mustern. Pflanzen- und Naturmotive gefallen mir ganz allgemein, ich würde auch Stoffe mit Bäumen oder Tieren oder sogar Obst vernähen - und habe das auch schon getan. 
    Blumen vernähe ich vielleicht auch deshalb verhältnismäßig oft, weil es einfach sehr viele Blumenstoffe zu kaufen gibt (auch in den "normalen", "nicht-hippen" Stoffgeschäften in einer Kleinstadt wie dieser) und die Auswahl recht groß ist - Blümchenstoffe gehören eben zum Standardrepertoire. Das bedeutet auch, dass frau mit Blümchen irgendwie immer auf "der sicheren Seite" ist, oder? Um mit einem geblümten Kleidungsstück aufzufallen oder hervorzustechen, müsste das Muster auf irgendeine andere Art (farblich z.B.) sehr außergewöhnlich sein oder eben der Schnitt des Kleidungsstückes irgendwie "extravagant".
    Blümchen sind also massentauglich bzw. Massenware?! (Das trifft aber auch auf Streifen, Tupfen, ... wohl auf sehr viele Muster zu....) Und ist das jetzt schlecht? Oder ist es eine Herausforderung, ein Ansporn, trotzdem ein besonderes Kleidungsstück aus Blumen-Stoff zu schneidern?!

    Dabei sind Blümchen natürlich nicht gleich Blümchen. Eindeutig macht sich bei mir eine Vorliebe für kleine Blumen bemerkbar, Muster mit sehr großen Motiven (das bezieht sich nicht nur auf Blumen) mag ich nicht so, sie stehen mir auch nicht. Ob die Blümchen nun "zufällig" angeordnet sind ("Streublümchen" sagt man, oder?) oder in Reih und Glied stehen, ob sie naturgetreu aussehen, botanisch nicht einzuordnende Fantasieblüten sind oder sogar - stark abstrahiert - erst auf den zweiten Blick als Blumen zu erkennen sind, ist mir egal - will heißen, alles kann mir gefallen (Abwechslung ist ja auch nicht schlecht). Für die Stoffauswahl sind mir neben dem Motiv selbst ja auch noch Kriterien wie Farbe und Material wichtig.

    Dass Blümchen sehr mädchenhaft und brav wirken können, ist mir schon irgendwie bewusst, hat sich mir aber noch nicht als "Problem" dargestellt. Ich glaube nicht, dass das daran liegt, dass ich eben so brav, zahm und gesittet bin; in meiner Selbstwahrnehmung fühle ich mich jedenfalls im Hosenanzug (oder besser: in Jeans und Turnschuhen; einen Hosenanzug besitze ich ja gar nicht) weder emanzipierter noch weniger weiblich als im Blümchenrock. Aber Selbst- und Fremdwahrnehmung gehen bekanntlich auseinander. 
    Also, mich stört es nicht, wenn Blümchen ein bisschen "romantisch", ein bisschen verspielt wirken, das passt gar nicht so schlecht zu mir - als niedliches, harmloses Dummerchen fühle ich mich deswegen trotzdem nicht! ;-) Bloß gibt es für mich keinen Grund, "hart" wirken zu müssen. Allerdings übertreibe ich auch nicht - ein Hauch Romantik reicht. Blümchen und Rüschen und Schleifen und Puffärmelchen und dazu noch Riemchenballerinas und dann vielleicht noch in Rosa... das muss dann auch nicht sein, nein, nein!

    Genug der Theorie. Auch für die nächste Zeit habe ich einige Blümchenprojekte geplant:


    • Bereits in Arbeit ist ein Kleid aus petrolfarbigem Jersey mit orange-gelbem Blümchenmuster. Hoffentlich kann ich das beim nächsten Treffen zeigen.
    • Den grauen Stoff mit den Mini-Blümchen hab ich oben ja schon gezeigt - daraus gibt es schon einen fertigen Rock, der allerdings (momentan) gar nicht gut sitzt. Weil mir der Stoff immer noch gefällt, möchte ich den Rock entweder umarbeiten oder (denn ich hab noch etwas vom Stoff übrig) vielleicht doch einen neuen nähen.
    • Vielleicht nicht sofort als Blümchen erkennbar ist das (von mir selbst entworfene) Muster auf dem blauen Stoff. Den hüte ich schon lange, es wird Zeit, dass er aus dem Stoff- in den Kleiderschrank kommt. Als Rock.
    • Der graue Stoff links unten mit den winzigen Blumen in Koralle und Dunkelblau ist ein recht dünner, schön fallender, der sich eigentlich für ein Kleid oder eine Bluse anbieten würde. Er gefällt mir auch sehr sehr gut, allerdings war ich da beim Kaufen vielleicht etwas voreilig. Dass mir der Stoff gefällt, heißt ja noch lange nicht, dass er mir auch steht ... die Farbe macht mich nämlich ziemlich leichenblass. Ich habe schon überlegt, ob ich diesen wenig schmeichelnden Effekt abmildern könnte, indem ich den Stoff mit einer anderen Farbe kombiniere... Habt Ihr Vorschläge?

    Jetzt bin ich aber neugierig, wer Meikes Einladung noch angenommen hat! Hier geht es zu ihrem interessanten Beitrag und zu den anderen Teilnehmerinnen beim ersten Treffen im Blümchen-Monat Mai.