Montag, 30. September 2013

1 Jahr - 1 Decke: September


Hmmm. 
Also, ganz ehrlich: Ich hab nicht wirklich viel weiter genäht an meiner Decke. Ein paar Fitzelchen hab ich zusammengenäht und überlegt, dass ich meine bunten "Flecken" wahrscheinlich doch mit Weiß umranden werde, aber das wars dann. 
Meine Motivation ist dahin.
Ich weiß, dass ich mich hier nicht rechtfertigen muss, aber da ich ja ganz großspurig eine Deckennäh-Aktion ausgerufen habe, an der dann tatsächlich auch andere teilgenommen haben, hab ich schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, wenn bei mir gar nichts mehr weiter geht. Allerdings ist meine Nähzeit dann eben doch sehr beschränkt, und es gibt immer anderes, das ich lieber nähe als die Decke: Ich möchte Kleidung nähen für meine Kinder, für mich, dann gibt es immer wieder Bedarf an Geschenken oder anderen Kleinigkeiten und eigentlich hätte ich da ja auch noch einen dawanda-Shop, für den ich auch mal was produzieren wollte.... Und ALLES geht halt nicht...
Als ich mit der Decke begonnen habe, ist mir ein Jahr sehr lange vorgekommen - genug Zeit jedenfalls, um stressfrei eine Patchworkdecke zu nähen. Wahrscheinlich reicht die Zeit auch locker, aber durch die "Termine" am Blog ist etwas passiert, was ich WIRKLICH nicht wollte: Plötzlich fühle ich mich gestresst dabei, plötzlich fühle ich mich unter Druck!
Und das soll nicht so ein!
Also bin ich schwer am Überlegen wie es weiter gehen soll:
Natürlich pinne ich gerne weiterhin Eure Beiträge. Mal sehen, wie viele Näherinnen nach der Sommerpause noch dabei sind, mal sehen, wie viele weitermachen wollen. Bestimmt finden wir gemeinsam eine Lösung, wie es mit 1 Jahr - 1 Decke weiter gehen soll. Vielleicht gibt es ja auch jemanden, der die Aktion übernehmen und weiterführen möchte? Vielleicht ist ja auch niemand traurig, wenn die Aktion im Sand verläuft und einfach jede alleine für sich weiternäht?
Ich frage jetzt einfach mal alle, die mitgemacht haben, was sie sich wünschen! Ich freue mich über Ideen und Anregungen!

Freitag, 27. September 2013

Geschwisterleiberln


Ich kann wirklich nicht sagen, woran es liegt, aber sobald ein Stoff mit Äpfeln oder Birnen bedruckt ist, ist die Wahrscheinlichkeit, das er mir gefällt und ich ihn haben will, sehr sehr hoch! 
Nicht widerstehen konnte ich auch bei den "Simply"-Jerseys von Hamburger Liebe. Da es die Stoffe in mehreren Farben gibt, wusste ich gleich von Anfang an, dass ich etwas im "Partnerlook" für meine Kinder daraus nähen möchte. Geworden sind es nun zwei T-Shirts - die schicke ich gleich noch einmal zur Shirt-Woche bei Fräulein Rohmilch. Hier findet Ihr noch viele weiter Kinder-T-Shirts. (Und Danke übrigens für die tolle Idee - so war ich wirklich motiviert, die geplanten T-Shirts auch jetzt zu nähen!)

Das T-Shirt für den Bruder ist ein verkürzter Regenbogenbody, aus Apfelstoff in grün-hellblau.

Lila und Pink sind ja bekanntlich nicht so meine Farben, aber bei diesem Stoff und bei diesem Muster  gefallen sie mir doch sehr gut. Also hat die Tochter ein lila Birnenleiberl bekommen, der Schnitt ist wieder mein selbstgemachter.

Tragefotos gibt es diesmal nicht, meine Kinder hatten gestern keine Lust aufs Fotografieren...

Hier noch die Zusammenfassung nach der Idee von Fr. Rohmilch:
Das T-Shirt für die Tochter:
schnittmuster: selbstgemacht
schwierigkeitsgrad: leicht
größe: 116
stoffwahl (ev. Quelle): "Simply Pears" von Hamburger Liebe
änderungen:  für den Schnitt fallen mir noch viele Variationsmöglichkeiten ein....
zufriedenheit: Ich finds gut und die Tochter auch - obwohl sie später gemeint hat, dass ihr der grün-blaue Stoff vom Bruder besser gefällt....

Das T-Shirt für den Sohn:
schnittmuster: Regenbogenbody mit geknöpftem Halsausschnitt
schwierigkeitsgrad: leicht
größe: 86
stoffwahl (ev. Quelle): "Simply Apples" von Hamburger Liebe
änderungen:  den Body-Teil unten weggelassen und den Schnitt zum Shirt verkürzt
zufriedenheit: Der Schnitt ist einfach großartig, ich mag den Stoff sehr, dem Sohn passt es super!

Donnerstag, 26. September 2013

Waldorfpuppen-Sew Along: Kleidung

Jetzt hätt ich's fast vergessen: Das fünfte Treffen beim Waldorfpuppen-Sew-Along! Thema heute - äh, gestern: Die Puppenkleidung!

Ich hatte ja schon geahnt, dass das Nähen nicht unbedingt leichter werden würde, je kleiner das Kleidungsstück ist... Ehrlich wäre ich wohl auch schneller gewesen, hätte ich meinem Sohn ein T-Shirt genäht, aber seine Puppe sollte natürlich auch etwas zum Anziehen haben!

Auf die volle Ausstattung inklusive Schuhe, Mütze, Täschchen, Jacke usw. habe ich verzichtet - die reiche ich gerne nach, wenn mein Sohn älter ist und sich mehr Gewand für seine Puppe wünscht. Vorerst hat sie mal eine "Grundausstattung" aus T-Shirt und Hose bekommen.


Das T-Shirt habe ich nach der kostenlosen Anleitung von klimperklein genäht. Damit es der Puppe, die ich genäht hatte, passt, musste ich den Schnitt etwas verändern, das ging aber relativ problemlos. Toll finde ich, dass das T-Shirt hinten mit Klettverschluss zu öffnen ist, so kann es ein Kind leicht an- und ausziehen.

Zuerst wollte ich der Puppe eine grüne Hose nähen, aus einem Rest grünen Cordstoff, aus dem ich meinem Sohn eine Babyhose genäht hatte. Leider war die Hose - Schnitt nach eigenem Gutdünken - dann aber etwas zu weit und insgesamt zu groß, sie rutscht der Puppe vom Körper.
Also hab ich es noch einmal versucht und diesmal - mit nur ganz leichten Änderungen - die Latzhose aus meinem Puppenbuch genäht. Die passt gut, und ich finde sie sehr schön! Ich mag die Details wie die Hosentaschen, die Knöpfe, das gemusterte Futter.

Und ja, insgesamt würde ich dieses Outfit auch meinem Sohn selbst anziehen :-)


Die Puppe habe ich meinem Sohn übrigens schon überreicht, an seinem ersten Geburtstag Ende August. Und, tja, was soll ich sagen, es ist nicht so, dass er sie gar nicht mögen würde, aber seine große Liebe ist und bleibt die alte Plastikpuppe seiner Schwester. ... Ein bisschen enttäuscht war ich schon, aber ich nehm's nicht so schwer, denn ich weiß, dass mein Sohn, wenn er älter ist, seine Puppe vielleicht doch noch mögen wird. Eigentlich ist er ja auch noch ein bisschen zu jung zum Puppen-Spielen... Außerdem mag dafür meine Tochter - eigentlich keine Puppenfreundin - die Waldorfpuppe sehr gerne und borgt sie sich öfters aus. Und sowieso und überhaupt: ICH mag die Puppe! Beim Nähen hab ich sie so richtig ins Herz geschlossen. Das Nähen der Puppe war etwas ganz Besonderes für mich - weil ich sie für meinen Kleinen gemacht habe, weil sehr viel Liebe und viele gute Gedanken in sie eingeflossen sind, und weil ich es richtig entspannend und irgendwie beruhigend (die vielen Handnähte....) gefunden habe, an der Puppe zu arbeiten.

Also, Danke, Caro, für die Inspiration und fürs Organisieren des Sew-Alongs!

Noch ein T-Shirt: Fliegenpilze

Die meisten T-Shirtschnittmuster (und auch gekaufte T-Shirts) sind für meine Tochter zu weit. Ja, sie ist schlank, aber soooo sehr zierlich kommt sie mir auch nicht vor - trotzdem: viele Shirts sehen bei Ihr ziemlich schnell recht sackartig aus. Also hab ich mir gedacht: Bastle ich eben selbst einen Schnitt für ein schmaler geschnittenes Basic-T-Shirt, das ich dann immer wieder für sie nähen und abwandeln kann...


Das Schnitt-Basteln war gar nicht so schwierig, mit ein bisschen Probieren, einiger Erfahrung und ein wenig Hilfe (z.B. aus einem Buch wie diesem) war der Schnitt recht schnell gemacht.  Das rote T-Shirt hier war mein erster Versuch, die Armkugel ist allerdings ein bisschen zu hoch und so sitzt der Ärmel nicht ganz richtig. Deshalb liegt das T-Shirt auch noch unfertig (und ungebügelt) herum, ich war einfach zu faul, es fertig zu machen, obwohl es z.B. als Unterziehleibchen oder als Pyjamaoberteil durchaus noch tragbar wäre....


Lieber wollte ich aber den verbesserten Schnitt testen: Und so ist das blaue Fliegenpilzleiberl entstanden. Ich muss sagen, jetzt bin ich schon sehr zufrieden. Das T-Shirt sitzt körpernah, aber nicht hauteng, die Passform bei den Ärmeln ist jetzt auch in Ordnung, und - ganz wichtig im Herbst/Winter, wie ich finde - der Halsausschnitt ist schön anliegend (aber doch so weit, dass das An-und Ausziehen ohne Gejammer funktioniert).  


Auch der (wieder mal professionell posierenden) Tochter gefällt das T-Shirt sehr! 
Also ich denke mal, da werden noch einige Modelle nachfolgen!


Zusammenfassung nach der Idee von Fr. Rohmilch:

schnittmuster: selbstgemacht
schwierigkeitsgrad: leicht
größe: 116
stoffwahl (ev. Quelle): No-Name(?)-Jersey aus einem örtlichen Stoffgeschäft
änderungen:  da fallen mir noch viele Variationen ein....
zufriedenheit: Ich finds gut und die Tochter auch!


Bei Fräulein Rohmilch ist diese Woche Shirtwoche! Da meine Kinder beide seit dem Frühjahr enorm gewachsen sind und ich dementsprechend gerade mit dem Nähen von Langarm-Shirts beschäftigt bin, komme ich Julias Einladung, neue Herbst-/Winter-Oberteile für Kinder zu zeigen, gerne nach! Hier geht es zu den anderen Teilnehmern!

Mittwoch, 25. September 2013

MMM: Rock mit Elefantengeheimnis


Heute unterbreche ich meine Teilnahme an der Shirtwoche kurz, um Euch auch mal wieder etwas zu zeigen, das ich für mich genäht habe.

Dieser Jeansrock ist eigentlich schon am Anfang des Sommers entstanden. Den Schnitt habe ich selbstgemacht, und wie das so ist, hat sich das Aussehen des Rocks dann auch erst beim Nähen "entwickelt"; es handelt sich also eigentlich um eine Art Probeteil. Und wie das auch so ist (bei mir): Während des Nähens war ich noch begeistert, aber als der Rock dann fertig war, ist er erst einmal mehrere Wochen lang im Kasten gehangen. Jetzt hab ich ihn wieder mal hervorgezogen und finde ihn, so mit Strumpfhosen und Schnurschühen kombiniert, doch nicht soo schlecht. Jedenfalls sieht er nicht so übel aus, wenn ich mich im Spiegel betrachte, und das Tragegefühl ist auch nicht schlecht. Auf den Fotos allerdings überzeugt mich der Rock gar nicht mehr! Geht Euch das auch manchmal so? Der Herzliebste meint, dass das an meinen mangelnden Fähigkeiten zum Posieren liegt daran liegt, dass man sich "in echt" eben bewegt und dann alles gleich besser aussieht. Na, ich weiß nicht.... (Aber was die mangelnden Fähigkeiten zum Posieren betrifft: Da hat er sicher Recht! Ich sollte mal Nachhilfe bei meiner Tochter nehmen...)
Wie auch immer, ein Dasein so gänzlich als Schrankleiche wird der Rock wohl nicht fristen müssen, bestimmt trage ich ihn noch das eine oder andere Mal, aber für den nächsten Rock steht fest: Der wird wieder ausgestellter bzw. "bauschiger" (wie dieser oder dieser zum Beispiel) - das steht mir, finde ich, einfach besser bzw. ergänzt es meine Figur (wenig Taille, leichte X-Beine) besser....

Das T-Shirt ist übrigens auch selbstgenäht, ich habe es hier schon mal gezeigt. Die Stillfunktion brauche ich zwar nicht mehr, ich mag den überkreuzten Ausschnitt aber auch so und trage das Shirt sehr gerne!

Ach so, das "Elefantengeheimnis"! 
Für die Belege am Bund innen und als Futter für die Taschen hab ich Reste (tw. musste ich stückeln) von einem Lieblingsstoff (vernäht z.B. in der Jacke meines Sohnes) verarbeitet. Sieht man zwar von außen nicht, aber ich freue mich trotzdem immer über die Elefanten!


Viele andere Frauen, die sich in selbstgenähter Kleidung präsentieren, finden auch heute wieder beim MeMadeMittwoch zusammen.

Dienstag, 24. September 2013

Raglanshirt mit Retroblumen



Gleich vorweg: Die Farben und die Stoffkombination von diesem T-Shirt gefallen mir wirklich! (Kein Wunder, der gemusterte Stoff ist ja auch ein Reststück von meinem eigenen T-Shirt...) Da sehe ich dann auch drüber hinweg, dass die Passform nicht ganz optimal ist. Obwohl ich den Schnitt für die schlanke Tochter zwei Größen schmäler genäht habe, sitzt das Shirt nämlich immer noch recht locker. Außerdem finde ich, dass der Halsausschnitt etwas zu weit ist (ein häufiges Problem bei Ottobre-Schnitten, wie ich finde). Ein paar kleine Schönheitsfehler hab ich beim Nähen auch noch fabriziert, aber die sieht man nur aus nächster Nähe.
Also, kurz und gut: Eigentlich ist es doch ziemlich cool, das neue T-Shirt für meine Tochter.... Oder?


Die Anleitung für die Paspeln in den Ärmelansatznähten findet Ihr übrigens hier.

Zusammenfassung nach der Idee von Fr. Rohmilch:

schnittmuster: "Fall Basic" aus der Ottobre 4/2013
schwierigkeitsgrad: leicht
größe: 116 mit Weite 104
stoffwahl (ev. Quelle): "Retroblumen" und Uni-Jersey in Petrol, von Lillestoff
änderungen: Paspeln bei den Ärmelansatznähten; Weite verringert, Bündchen am Saum
zufriedenheit: Die Passform ist für meine Tochter nicht 100%ig ideal, aber insgesamt gefällt das T-Shirt

Bei Fräulein Rohmilch ist diese Woche Shirtwoche! Da meine Kinder beide seit dem Frühjahr enorm gewachsen sind und ich dementsprechend gerade mit dem Nähen von Langarm-Shirts beschäftigt bin, komme ich Julias Einladung, neue Herbst-/Winter-Oberteile für Kinder zu zeigen, gerne nach! Hier geht es zu den anderen Teilnehmern von heute!

Montag, 23. September 2013

Sternen-T-Shirt in braun (Mit Mini-Tutorial)

Bei Fräulein Rohmilch ist diese Woche Shirtwoche! Da meine Kinder beide seit dem Frühjahr enorm gewachsen sind und ich dementsprechend gerade mit dem Nähen von Langarm-Shirts beschäftigt bin, komme ich Julias Einladung, neue Herbst-/Winter-Oberteile für Kinder zu zeigen, gerne nach! Hier geht es zu den anderen Teilnehmern von heute!


Heute zeige ich ein T-Shirt für meinen Kleinen, nach dem Schnittmuster "Lil' Darling" aus der Ottobre 4/2013. Es passt eigentlich ganz gut, wobei längenmäßig noch einiger "Vorrat" vorhanden ist - momentan muss ich die Ärmel noch umkrempeln; das stört mich aber wenig, schließlich darf das T-Shirt ruhig die ganze Saison passen. Schon ein bisschen mehr stört mich, dass das Bündchen am Halsausschnitt irgendwie merkwürdig absteht. Bestimmt liegt das nicht am Schnitt sondern an meiner Näherei, wobei ich nicht weiß, was ich diesmal anders gemacht habe als sonst...

Ja, das ist meine Stoffrestekiste, die mein kleiner Kobold da ausräumt....

Den Schnitt hatte ich ja hier schon einmal ausprobiert, durch diverse Irrtümer beim Zuschneiden und Nähen und dadurch bedingte Spontananpassungen meinerseits war damals aber wohl nicht mehr viel vom Originalschnitt übrig geblieben. Jetzt beim T-Shirt finde ich, dass das Verhältnis von Länge und Breite nicht ganz überzeugend ist. Sprich: Bei meinem Sohn sitzt das T-Shirt um den Bauch herum/in der Weite eher knapp (und dabei würde ich jetzt mal nicht behaupten, dass er speziell dick wäre, er hat nach meiner Einschätzung wohl eine recht durchschnittliche Baby-/Kleinkindfigur), während es in der Länge doch recht reichlich bemessen ist. Ich befürchte, wenn ihm die Ärmellänge dann richtig passt, ist das T-Shirt um den Bauch schon zu eng. Sollte ich das Schnittmuster noch einmal verwenden, würde ich das T-Shirt also im unteren Bereich etwas verbreitern.

Schön finde ich wiederum die Farbkombination; zum dunkelbraunen Sternenstoff habe ich rot-orangen Jersey kombiniert. In die Ärmelansatznähte hab ich vorne und hinten Paspeln eingenäht, das gefällt mir sehr gut. Falls jemand wissen will, wie ich das gemacht habe:


1.) Zwei (bzw. 4 wenn auch auf die Rückseite Paspeln sollen) Jerseystreifen zuschneiden
Länge = Länge der Ärmelkante, Breite = doppelte Breite der Nahtzugabe + 4mm
2.) Den Jerseystreifen links auf links zusammenlegen und entlang der Ärmelkante feststecken. Die offenen Enden des zusammengefalteten Streifens sehen dabei zur Außenkante.
3.) Damit nichts verrutscht, hab ich den Streifen mit einer Naht innerhalb der Nahtzugabe, also möglichst knapp am Außenrand, fixiert.
4.) Das Schnittteil für den Ärmel rechts aus rechts auf das Vorderteil (bzw. Rückenteil) stecken und wie gewohnt zusammennähen.
5.) Beim Aufklappen blitzt auf der Vorderseite der Jerseystreifen hervor.


Zum Abschluss noch eine kleine Zusammenfassung nach der Idee von Frl. Rohmilch:

schnittmuster: "Lil' Darling" aus der Ottobre 4/2013
schwierigkeitsgrad: leicht, würd ich sagen
größe: 86
stoffwahl (ev. Quelle): Jersey von Swafing (?), hier gekauft
änderungen: den Schlitz im Halsausschnitt hab ich weggelassen; Paspeln an den Ärmelansatznähten
zufriedenheit: nicht grandios, aber auch nicht schlecht; aus dem Schnitt lässt sich schon was machen!

Freitag, 20. September 2013

Kindermund: verwundert


Sobald der Kleine Musik hört, fängt er freudestrahlend an, zu tanzen. Er wiegt sich, fuchtelt mit den Händchen herum und stampft mit den Füßchen auf - er steppt, meint der Herzliebste einmal.
Das hat wohl die Tochter gehört, denn bei einer erneuten Tanzeinlage des kleinen Bruders ruft sie aus:

"Oh, er macht wieder Stopptanz!"


... Und noch ein kürzlich aufgeschnapptes Tochterzitat, wenn auch ohne Foto:

"Warum heißt es eigentlich Mammut-Kuchen?"

(Gemeint ist, Ihr könnt es Euch wohl denken, Marmor-Kuchen.....)


Mehr Amüsantes, Lehrreiches, Kluges und Witziges aus Kindermündern sammelt Marja immer freitags.

Habt ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 18. September 2013

MMM: Blau. Und ein Klecks Gelb

Die Anleitung für so einen Kragen hatte ich schon vor längerer Zeit einmal entdeckt, und irgendwie wollte sie mir nie aus dem Kopf gehen. Also hab ichs einfach mal ausprobiert, meinen selbstgemachten T-Shirt-Schnitt genommen, einen V-Ausschnitt reingeschnitten und alles aus etwas schwererem, sehr schön blauem Jersey zugeschnitten. Ein bisschen herumprobieren musste ich, bis der Kragen gepasst hat, aber dann war ich eigentlich ganz zufrieden. 
Weil noch genug Stoff da war, wurde aus dem T-Shirt dann doch noch ein Kleid, ich habe einfach noch "schnell" ein Rockteil (ähnlich wie das hier, nur mit Hüftpassentaschen anstelle von aufgesetzten) drangebastelt. Um die Taille noch etwas mehr zu betonen, hab ich zwischen Ober- und Rockteil ein ganz dünnes (5mm) Gummiband eingezogen.
Zuerst konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich die Ärmel lang lassen sollte oder nicht doch lieber 3/4-Ärmel annähen sollte. Schließlich hab ich sie lang gelassen mit der Option zum Hochkrempeln.
Ein paar gelbe Knöpfe noch - und fertig war mein ganz und gar improvisiertes Kleid! (Na gut, es hat dann doch 3 Abende gedauert, aber immerhin...)


Ganz stolz hab ich es dem Herzliebsten präsentiert! Der hat dann irgendwas gemurmelt von wegen "altmodisch... Sekretärin.... Stewardess...Uniform..." 
Und am nächsten Morgen meint meine Tochter: " Schönes neues Kleid, Mama, aber was hat das da oben am Hals für ein Ding?!"
..... Tja, das hat meine Euphorie dann doch etwas gebremst! ... Aber ehrlich gesagt: nicht lange! Mir gefällt es nämlich doch, mein Kleid, und ich fühl mich wohl darin, auch wenn es eben (für meine Verhältnisse) mal ein bisschen "anders" aussieht!


Hier noch ein Detail vom Ärmel. 
Ach, und sollte sich jemand gefragt haben, warum es eigentlich nie wirklich schöne scharfe Fotos von mir gibt, hier kommt er angelaufen, der Grund! :-) Da kann ich dann posieren, wie ich will, hilft alles nichts....

Viele weitere Frauen in selbstgenähter Kleidung findet ihr auch heute wieder beim MeMadeMittwoch! Ich freu mich schon darauf, heute Abend dort ein bisschen zu stöbern!

Dienstag, 17. September 2013

Verkleinert


So wie auf dem oberen Bild sieht es zuweilen zu spätabendlicher bzw. nächtlicher Stunde in meinem Arbeitszimmer aus. (Obwohl ich extra einen größeren Tisch habe, erledige ich das Schnitt Abpausen und das Zuschneiden doch immer noch am liebsten am Boden - vielleicht auch, weil der Tisch meistens mit allem Möglichen angeräumt ist...)
Jedenfalls war der alte Rollkragenpullover, den Ihr da seht, viel zu klein und viel zu kurz (Ich frage mich, wie ich da je reingepasst habe? Er muss wohl beim Waschen eingegangen sein...) und hatte schon lange ein nutzloses Dasein auf meinem Upcycling-Stapel gefristet. Zeit, ihn endlich zu zerschneiden! In einer kurzfristigen Aktion ist daraus ein neuer Pulli für meinen Sohn entstanden.
Dass das Nähen dann nicht so kurz gedauert hat wie eigentlich erwartet, liegt daran, dass ich mich - die abendliche Stunde war wohl doch schon sehr fortgeschritten - beim Schnitt Abpausen geirrt hatte. Auserwählt hatte ich das Schnittmuster "Lil' Darling" aus der aktuellen Ottobre (4/2013), ein Raglan-Shirt, das es in zwei Varianten gibt, einer schlichten und einer mit weiterem, oben eingekräuseltem Vorderteil und ausgestellten Ärmeln. Für meinen Sohn wollte ich das schlichte Modell nehmen, natürlich hab ich aber die Schnittteile für die rüschige Variante abgepaust. Ich hab mich ja schon gewundert, warum die Teile so breit sind.... Den Fehler wirklich bemerkt hatte ich erst, als schon fast alle Teile zusammengenäht waren. Ich musste also wieder auftrennen und neu zuschneiden - was allerdings nicht mehr möglich war, die Stoffvorräte waren ja schon erschöpft... Also habe ich die Teile nach eigenem Gutdünken irgendwie angepasst.... hier und da ein bisschen recht viel gewurschtelt, aber irgendwann hatte ich dann ein Ergebnis, das trotz allem passt!


Absicht ist übrigens die Knopfleiste, die ich selbst zum Schnitt (der eigentlich einen kleinen seitlichen Schlitz vorsieht) dazugebastelt habe, so ähnlich wie hier, nur eben in der Schräge vom Raglan-Schnitt. Vielleicht zeig ich irgendwann mal genauer, wie das geht - diese Verschlussmöglichkeit sieht nämlich sehr nett aus, wie ich finde. Nötig wäre sie allerdings nicht gewesen, ich kann meinem Sohn den Pulli nämlich auch anziehen, ohne die Knöpfe zu öffnen.... Aber der Farbklecks gefällt mir ohnehin!

Den neuen alten Pullover schicke ich jetzt noch zum Upcycling Dienstag von Nina und zum Creadienstag, und dann seh ich mich dort mal um, was andere so machen!

Nachtrag: Hier gibt es schon ein Tutorial für eine Raglan-Knopfleiste!

Montag, 9. September 2013

Startklar!


Ab morgen hat uns dann der Alltag wieder. Die langen Ferien sind vorbei, der Urlaub des Herzliebsten auch, und für das Töchterchen beginnt wieder der Kindergarten. Einerseits wird es nicht schaden, wenn wieder etwas mehr Struktur in unsere Tage einzieht, andererseits hätte es auch gerne noch ein bisschen so weitergehen können. Trotzdem: Irgendwie freu ich mich auf den Herbst!

Meine Tochter jedenfalls hatte sich - wie hier schon erzählt - eine neue Kindergartentasche gewünscht. Gerade noch rechtzeitig ist sie fertig geworden, ganz nach ihren Wünschen, eine in Petrol und Türkis gehaltene Tasche mit rotem Fuchs. Da kann sie dann morgen ihre neuen Patschen, ebenfalls in Lieblingsfarben, einpacken, und hoffentlich gelingt ein guter Neustart. (Durch unseren Umzug geht sie jetzt in einen anderen Kindergarten.)
Genäht ist die Tasche wieder mal nach dem E-Book "Reineke". Ein ganz tolles Exemplar mit einer großartigen Affen-Applikation könnt Ihr übrigens auch bei Annette bewundern!

Und bei Euch? Hat irgendjemand noch Ferien oder steckt Ihr auch schon wieder im Alltag?

Freitag, 6. September 2013

Kindermund: besorgt


Zeichnung von meiner Tochter


Wir sitzen im Auto, der Herzliebste parkt, nahe am Seeufer, ein. Die Tochter (damals ca. 2/12 Jahre alt) von der Rückbank:

"Nicht, dass der Papa unser Auto in den See tunkt!"


Liebenswerte, lustige, schöne, nachdenkliche, kreative und überraschende Aussagen, Wortkreationen und Zitate von Kindern sammelt Marja immer freitags. Finde ich ganz wunderbar!

Euch allen ein schönes Wochenende!

Dienstag, 3. September 2013

Blaue Ringel

Gestern hatte ich schon angekündigt, dass ich Euch noch etwas zeigen kann, das ich für meine Tochter genäht habe. Und gleich vorweg: Ihren neuen Rock (hier trägt ihn meine Tochter auch) finde ich ja schon ziemlich schön, aber der Pulli gefällt mir noch besser - so gut, dass ich den eigentlich auch in meiner Größe brauche, oder? :-)


Der Schnitt stammt aus der Ottobre 4/2013, und eigentlich handelt es sich mehr um ein T-Shirt als um einen Pullover (Auch ich habe Jersey verwendet, und nicht Sweat). Aber wie das bei mir nun mal so ist, konnte ich es wieder nicht lassen, ein paar Änderungen vorzunehmen: Den Schnitt hab ich gekürzt, dafür unten am Saum ein Bündchen angesetzt. Seitlich hab ich noch Taschen hineingebastelt, die bewähren sich gut und erfreuen sich großen Anklangs beim Kind. 


Größenmäßig - meine Tochter entspricht wohl so gar nicht dem Ottobre-Standard (meinen Sohn passen die Schnitte allerdings ganz gut) - ist der Schnitt eine Mischung aus 104 (Weite), 110 (Länge) und 116 (Ärmellänge). Da es ja recht ärgerlich ist, erst bei der ersten Anprobe festzustellen, dass eine Größe gar nicht passt, habe ich mir übrigens angewöhnt, vor dem Nähen und Zuschneiden die Schnittteile eines gut passenden Kleidungsstücks (oder das Kleidungsstück selbst) mit den Teilen auf dem Schnittmusterbogen zu vergleichen und dann eventuell ein paar Veränderungen zu machen.


Besonders gut gefallen dem Töchterchen (und mir) übrigens die Webbandstückchen die ich bei einer der Taschen und an der Kapuze mit dem Versäuberungsstreifen mitgefasst habe. Das Kindchen freut sich dabei über die Tiere, ich finde auch den gelben Farbtupfer sehr nett.
Außerdem hab ich mich - nachdem ich bei Catrin immer so schöne Beispiele sehe - auch mal an einen "Halsausschnittversäuberungsstreifen" gewagt - wird ins Repertoire aufgenommen....

Noch mehr, das mich und viele andere inspiriert, findet sich übrigens bei Meitlisache und beim Creadienstag.

Montag, 2. September 2013

Spätsommer-Herbstanfang. Und ein Jeansrock

Irgendwie ist es ganz schnell gegangen, und plötzlich ist es da, das Ende des Sommers, unverkennbar. Wenn wir rausgehen, müssen wir wieder daran denken, Jacken mitzunehmen, und die Wiese ist schon nass. Beim Eis Essen fröstelt es mich auch schon ein wenig, und irgendwie werde ich ziemlich sentimental. Auch die letzte Ferienwoche hat begonnen, in der wir noch einmal gemeinsam Urlaub zuhause genießen. Und: Mein kleines Babylein ist ein Jahr alt geworden, eigentlich das Unvorstellbarste!

Genauso viel gewachsen ist aber auch das Töchterchen, ich merke es, wenn ich die langen Hosen wieder aus dem Kasten ziehe. So nach und nach möchte ich also die Herbstgarderobe der Kinder (und meine natürlich) aufstocken. Den Anfang hat ein Rock (Schnitt nach eigenem Gutdünken) für mein Mädchen gemacht, aus leichtem, dunkelblauem Jeansstoff, bewusst schlicht gehalten, damit alle bunten Oberteile dazu passen.


Vorne hat der Rock eine abgerundete Passe, das Rockteil ist gekräuselt daran angenäht. Hinten hat der Rock einen Gummizugbund, den ich nächstes Mal noch etwas enger machen könnte. Die Taschen sind innen, von außen nicht sichtbar, mit blau-weißem Kleeblattstoff gefüttert, solche "Geheimnisse" mag auch meine Tochter.

Das T-Shirt ist übrigens dieses, genäht nach einem nur leicht modifizierten Ottobre-Schnitt (3/2012).


Der kleine Bruder möchte auch aufs Bild, aber schließlich trägt er auch etwas von Mama Genähtes - den blauen Fuchsbody hab ich hier schon mal gezeigt.

Mit ihren Outfits schicke ich die beiden zu Mykidwears
Und morgen zeig ich Euch noch, was das Töchterchen überziehen kann, wenn es noch etwas kühler wird....