Dienstag, 25. Februar 2014

Schlabberhose und Wunderbluse

Im Herbst hat mir eine Freundin einen - eigentlich sehr schönen - dunkelblauen Wollrock gegeben. Ob ich daraus nicht vielleicht noch etwas nähen möchte?
Zuerst dachte ich daran, den Rock irgendwie so zu ändern, dass er mir passt. Dann wollte ich ein Kleid für meine Tochter daraus machen, musste aber einsehen, dass der Stoff nicht reicht. Zum Glück hab ich den Rock Anfang des Jahres aber doch noch davor bewahrt, in den Untiefen des "Daraus-näh-ich-ganz-bestimmt-noch-mal-was-Upcycling-Faches" in meinem Kleiderschrank zu verschwinden, und ihn kurz entschlossen zerschnitten, um eine Hose für meinen Sohn (der hatte gerade akuten Bedarf an warmen Hosen) zu nähen.


Geworden ist es eine ganz einfache, bequeme Hose, eine "Schlabberschlupfhose", wie Bora solche Hosen so schön zu nennen pflegt. Taschen wollte ich aber irgendwie doch noch drauf machen; der blaue Wollstoff hätte auch dafür nicht mehr gereicht, also hab ich einen Rest  Karostoff (von hier) verwendet und aufgesetzte Taschen genäht.
Auf dem Foto oben trägt mein Kleiner die Hose mit Hosenträgern, die vor ca. 30 Jahren seinem Papa gehörten, das finde ich richtiggehend entzückend. (Das Wal-T-Shirt ist übrigens dieses.)



Und weil mein Kleiner so süß ist man hier gut sieht, dass die Taschen über die seitliche Hosennaht ins hintere Hosenbein hineinragen - das gefällt mir! - gibts noch mehr Fotos, diesmal von draußen (In der Wohnung tragen die Kinder meist eh nur Strumpfhosen).
Die Mütze ist - ihr habt es alle sofort erkannt - eine Wendezipfelmütze nach Klimperklein. Davon hab ich jetzt schon einige genäht, aber diese hier ist irgendwie nicht so recht gelungen, sie sitzt bei den Ohren nicht so gut. Ich glaub, ich hab das Bündchen an den falschen Stellen gedehnt, möglicherweise liegt es aber auch einfach daran, dass ich schlampig genäht habe, weil ich a) wollte, dass die Mütze noch vor dem Spaziergang fertig wird, und ich b) aus ebendiesem Grund mit meinem überaus neugierigen, vom Nähmaschinengeräusch zwar faszinierten aber keineswegs abgeschreckten, sehr aufgeregt zappelnden Sohn auf dem Schoß genäht habe...



Das liebe Schwesterchen trägt währenddessen seine "Wunder-Bluse". "Wunder deshalb, weil sie mitzuwachsen scheint. Genäht hab ich sie vor ungefähr vier (!) Jahren, eigentlich als Kleid, das dem Kinde aber nie gepasst, sondern immer viel zu weit gewesen war. Hier hab ich schon vor zwei Jahren davon erzählt (und dort könnt ihr auch Bilder sehen, auf denen vom Kleidungsstück mehr zu erkennen ist), damals war das Kleid bereits zur Tunika geworden. Ich weiß noch, wie wir gescherzt haben, dass das Teil vielleicht wenigstens zur Einschulung endlich richtig passen würde - und jetzt ist es fast soweit, schließlich feiert die junge Dame in wenigen Wochen ihren sechsten Geburtstag...

Mit der Hose schauen wir übrigens beim Upcycling-Dienstag vorbei und gesellen uns außerdem zu den anderen im Montags-Outfit abgelichteten Kindern bei MyKidWears.