Montag, 17. März 2014

Farben und Muster

Bei Tessas Reihe "Mein Kleiderschrank und ich" geht es heute um das Thema "Farben und Muster".

Meine absoluten Lieblingsfarben sind Blau und Grün, in fast allen Nuancen. Sehr gerne mag ich auch die Mischtöne wie Petrol und Türkis, wiederum in fast allen Schattierungen.
Auch (dunkle) Violett- und Beerentöne mag ich gerne.


Auch bei meiner Kleidung mag ich diese Farben.  In meinem Schrank findet sich also viel
Blau, Grün, Schwarz und Grau,
ein bisschen Rot, Violett und Gelb (Maisgelb, Senfgelb).

Ich glaube auch, dass mir diese Farben gut stehen - jedenfalls sind es die Farben, in denen ich mich wohlfühle. Dabei hab ich es lieber, wenn die Farbtöne bei meiner Kleidung nicht ganz so grell sind, sondern eher gedeckt; einen leichten "Graustich" mag ich ganz gerne, wobei es auch nicht unbedingt Pastellfarben sein sollen - das ist vielleicht etwas schwierig zu beschreiben :-) ...
Zwischendurch darf es aber auch etwas leuchtender sein, aber nicht von Kopf bis Fuß - aber eine gelbe Paspel zum Beispiel oder ein "knalliges" rotes Detail finde ich schön.
Schwarz und Grau (und Dunkelblau) mag ich ganz gerne zum Kombinieren. Es gefällt mir auch, ein eher unauffälliges, zum Beispiel dunkelblaues Kleid zu tragen und dazu farbige/gemusterte Leggins anzuziehen.
Blaue und Grüne Kleidungsstücke hätte ich gerne noch mehr, ich finde es aber gar nicht so leicht, da Stoffe zu finden, die mir richtig gut gefallen.

Bei meinen Farbvorlieben stelle ich auch einen jahreszeitlich bedingten Wandel fest. Im Sommer, bei strahlendem Sonnenschein und über 30°, komme ich mir in Grau und Schwarz wie auf einer Beerdigung vor, während ich mich im Winter durchaus wohl darin fühle. Umgekehrt mag ich Helles, Buntes, Leuchtendes im Winter nicht so gerne, im Sommer darf das aber ruhig auch mal sein.

Farben, die mir gar nicht stehen, sind meist auch Farben, die ich nicht so mag: Beige ist so ein Fall. Rosa ist auch nicht gerade meins (obwohl ich ein - eben graustichiges - Altrosa mitunter auch ganz schön finde; kommt eben drauf an, wofür...). Mit Neonfarben kann ich mich auch so gar nicht anfreunden.
Gelb wiederum - wie oben schon geschrieben - gefällt mir, steht mir aber nicht so besonders gut. Ich versuche, das "Problem" zu lösen, indem ich Gelb bei meiner Kleidung nur für kleine Akzente verwende oder nur für "Unterteile", da ergibt sich dann kein unpassender Kontrast mit meiner Gesichtsfarbe :-)

Meinen gelben Apfelrock würde ich im Winter nie anziehen, mag ihn im Sommer aber gerne. Das Apfelmuster finde ich großartig, leider ist mir das Gelb aber ein bisschen zu "grünstichig"; ein wärmerer Gelbton hätte mir besser gefallen - das ist die Schwierigkeit bei Stoffkäufen übers Internet...

Muster mag ich sehr gerne und mag es daher auch, wenn meine Kleidungsstücke gemustert sind. Jedes Muster gefällt mir aber natürlich auch nicht...


Sehr gerne mag ich ganz simple Streifen. Die passen doch eigentlich so gut wie immer, und für jedes Alter und jedes Geschlecht.
Für mich mag ich auch - kleine - Punkte gerne. Überhaupt neige ich eher zu kleingemusterten Stoffen, bei Musterstoffen mit wirklich großen Motiven habe ich immer eher das Gefühl, dass sie mich erschlagen.

Eins der schönsten Muster in meinem Kleiderschrank findet sich auf diesem Rock

Schön finde ich auch Muster, die mehr Ton in Ton gehalten sind, finde aber auch, dass man da gar nicht so leicht die passenden Stoffe (die sich auch für Bekleidung eignen) findet.
Am leichtesten findet man ja überhaupt die ganz bunten, wild gemusterten (Jersey-)Stoffe, die sich dann doch eher für Kinderkleidung eignen. Oft gefallen mir diese Stoffe auch sehr gut, und, ganz ehrlich, nicht erst einmal hab ich den Impuls verspürt, auch für mich daraus etwas nähen zu wollen. In den allermeisten Fällen besinne ich mich dann aber doch darauf, solche Kinderstoffe eben doch für Kindersachen zu verwenden, glücklicherweise hab ich ja dankbare Abnehmer :-)


Dennoch: Zwischendurch darf es auch mal ein paar buntere, kindischere Sachen bei mir geben. Das blau-orange-rote Blumenshirt zum Beispiel mag ich wirklich sehr gerne und trage es im Moment sehr oft.

Ich würde also nicht grundsätzlich sagen, dass bei mir nur durch und durch "erwachsene" Muster (also z.B. nüchterne geometrische Muster oder stark abstrahierte Motive - obwohl ich überhaupt nichts gegen die habe) zum Einsatz kommen dürfen. Ich glaube, ich bin ein eher kindlicher Mensch und ich mag es eben gerne verspielt. Es hängt einfach vom jeweiligen Design ab - Tierchen sind eben nicht gleich Tierchen, und Äpfelchen sind nicht gleich Äpfelchen; auch die Farbgebung spielt da, denke ich, eine große Rolle.
Natürlich ist mir auch bewusst, dass ich in solchen Kleidungsstücken möglicherweise nicht besonders seriös wirke, aber das muss ich auch nicht immer; solange mein Kleiderschrank auch "ernstere" Teile beinhaltet, auf die ich in den entsprechenden Situationen zurückgreifen kann, erlaube ich mir solche "Gute-Laune-Kleidungsstücke" gerne.


Aus dem roten Baumwollstoff mit den Tieren zum Beispiel möchte ich mir unbedingt einen Sommerrock nähen, auf den ich mich schon jetzt freue. Sicher könnte ich den Stoff auch gut und gerne für meine sechsjährige Tochter verwenden, aber ich finde ihn nicht zu kindisch; er passt zu mir, und ich weiß, dass ich mich in dem Rock (vorausgesetzt, der Schnitt sitzt gut), wohl fühlen werde.

A propos Schnitt: Das habe ich auch schon festgestellt, dass nicht jedes Muster oder auch nicht jede Farbe zu jedem Schnitt gleich gut passt.
Sachen aus stark gemusterten Stoffe erinnern mich zum Beispiel sehr schnell an Pyjamas. Allerdings finde ich, dass das einerseits umso eher der Fall ist, je heller der Stoff (oder der Stoff-Hintergrund) ist, und andererseits, dass beispielsweise ein Langarm-Shirt viel eher an einen Schlafanzug erinnert als ein ärmelloses Top (wie das hier) aus demselben Stoff.
Überhaupt kommt es oft einfach auf die Dosis an - manchmal ist es einfach besser, wenn nur Details an einem Kleidungsstück aus einem gemusterten oder farblich auffälligeren Stoff genäht sind.

Gemustertes mit Einfarbigem zu kombinieren funktioniert meistens gut, ich finde es aber auch spannend, verschiedene Muster nebeneinander wirken zu lassen. Das muss ich aber noch ein bisschen üben :-)
Auch noch aufgefallen ist mir, dass Muster oft aus der Entfernung ganz anders wirken als aus der Nähe. Aus der Ferne betrachtet, verschwimmt ein Muster oft und wirkt wieder ganz anders - ist doch auch irgendwie spannend, oder?

Es gäbe also vermutlich wieder mal endlos viel zu diesem Thema zu schreiben ;-), aber ich lese mir jetzt (oder heute Abend...) lieber noch die anderen Beiträge durch.