Montag, 12. Mai 2014

Japan-Sew-Along, Teil 1

Catrin hat auf dem Tanoshii-Blog ein "Japan-Sew-Along" initiiert - was mich sehr freut!
Alle Infos zum Sew-Along findet ihr hier. Heute findet das erste Treffen statt, mit dem Thema:

Wer macht mit, und warum? Was findet jede einzelne Teilnehmerin reizvoll, spannend, interessant? Habt Ihr Euch schon für ein Buch entschieden?

japansewalong

Japanische Schnitte und Schnittmusterbücher sehe ich mir jetzt schon eine ganze Weile immer wieder an. Mich sprechen die Fotos, die verwendeten Stoffe, die gezeigten Kleidungsstücke an, ohne dass ich so ganz genau erklären könnte, weshalb.

Trotzdem bin ich immer irgendwie mit Abstand, aus der Ferne, darum herum geschlichen. Zuerst einmal war da die Befürchtung, mit Schnitten und Anleitungen nicht klar zu kommen, schließlich kann ich nicht japanisch und nur äußerst schlecht französisch (Wenn es Übersetzungen der Bücher aus dem Japanischen gab, dann zuerst in die französische Sprache). Nun, da mache ich mir inzwischen keine Sorgen mehr, denn viele japanische Nähbücher gibt es inzwischen auf Englisch oder sogar Deutsch - und seit ich tatsächlich welche besitze und danach genäht habe, weiß ich auch, dass die Anleitungen ohnehin nur wenig Text bieten, dafür aber wirklich sehr gute und selbst erklärende  Bilder/Zeichnungen, weshalb die Sprachprobleme gar nicht so erheblich sind.

Der zweite, eigentlich gewichtigere Grund, weshalb ich mich noch nicht früher ans Nähen japanischer Schnitte gewagt habe, war das Gefühl, dass, was mir auf den Fotos zwar unheimlich gut gefällt, an MIR eben nicht so gut aussehen würde.

Ein "Problem" ist, dass viele Modelle, so scheint mir, sehr weit und locker geschnitten sind. Auf den Bildern sieht das gut aus, aber bei mir selbst kommt da sofort das "Sack-Gefühl" auf. Ich bin - wie wohl auch viele andere - einfach an eine andere Shilouette gewohnt und fühle mich nun mal in eher körpernaher (aber trotzdem bequemer) bzw. taillierterer Kleidung wohler.
Allerdings spricht ja nichts dagegen, die Schnitte ein bisschen anzupassen - auf jeden Fall möchte ich das versuchen und wenn möglich beim Sew-Along auch über meine diesbezüglichen Erfahrungen berichten.
Das Anpassen/Abändern von Schnitten klingt natürlich erst mal nach sehr viel Arbeit (ist es auch) und man könnte sich fragen, warum ich dann überhaupt so etwas nähe, aber ehrlich gesagt: Ob Ottobre, ob Burda, ob irgendein E-Book - ich habe noch keinen einzigen Schnitt so ganz ohne Änderung genäht, entweder wegen Passformproblemen oder weil ich Details einfach anders haben wollte. Insofern habe ich kein Problem damit, mich von bestehenden Schnitten inspirieren zu lassen und sie nach meinen Wünschen etwas abzuändern - im Gegenteil, solche Herausforderungen mag ich sehr gerne!

Die beiden Bücher Japanisches Modedesign zum Selbernähen: Kleider und Tops zum Kombinieren und Japanisches Modedesign zum Selbernähen: Kleider, Tops und Hosen habe ich mir bereits vor dem Sew-Along gekauft, ich denke also, dass ich auch eines (oder mehrere) der Modelle daraus nähen werde - in die Auswahl kommen jedenfalls so einige.

Hier könnt Ihr nachlesen, wer noch am Sew-Along teilnimmt und welche Gedanken zum Thema sich die anderen Teilnehmerinnen so machen. Ich freu mich jedenfalls auf viele Inspirationen!