Dienstag, 27. Januar 2015

T-SHIRT-BAUSTEINE: Falsche Covernähte

Punkte? Oder Streifen? Oder doch mal ganz in grau
Bunte Welt heißt Johys Blog - zurecht, denn Farben (und Muster) sieht man bei Ihr sowohl bei Kinderkleidung als auch bei den Stücken, die sie für sich selbst näht. Zuviel des Guten wird es aber nie, bunt UND schlicht geht eben auch, und genau das mag ich! :-)
Ich freue mich über Johys schönen T-Shirt-Baustein, vielen Dank! 
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Ich liebe das Nähen von farbigen, bunten schönen Stoffen. Insbesondere bei meinen Kindern kann ich mich nicht zurückhalten. Für mich nähe ich zwar oft farbenfrohe Sachen, jedoch bevorzuge ich im Alltag doch lieber die schlichten T-Shirts mit einem gewissen Pfiff. Daher war ich von Steffis Idee zu dieser T-Shirt-Baussteine-Reihe ganz begeistert und habe gerne  meine Teilnahme zugesagt!
Lange habe ich hin und her überlegt, was ich Euch zeigen möchte. Dabei ist mir eingefallen, dass eins meiner Lieblingskleidungsstücke das ich selbst genäht habe, ein an sich recht einfaches Oberteil ist. Was es jedoch ausmacht, sind die farbigen Nähte.  
Wie viele von Euch träume ich (noch - aber hoffentlich nicht mehr lange) von einer Covermaschine. Bis dahin behelfe ich mir mit falschen Covernähten. Da ich bereits öfters bei Instagram und auch im Blog gefragt wurde, wie ich diese falschen Covernähte nähe, war es letztlich naheliegend, Euch das an einem T-Shirt-Beispiel zu zeigen:

Das Nähen der falschen Covernähte ist recht einfach:
1. Schneidet Euren Stoff wie gewohnt zu. Zum Nähen benutzt Ihr Eure Overlock, gerne mit einem farbigen Garn. Kleiner Tipp: ich besitze nicht in allen Farben Konen für die Overlock, denn diese brauchen viel Platz und ohne eine richtige Covermaschine lohnt sich die Anschaffung der vielen Farben oft nicht. Daher behelfe ich mir hier mit kleinen Fadenspulen. Ich kaufe meine gängige Farben einfach in 4facher Ausführung. Auch die kleinen Spulen lassen sich bei der Overlock verwenden.
2. Steckt Eure Stoffteile bei denen Ihr eine Naht außen haben wollt "links auf links" zusammen. D.h. die schönen Stoffseiten schauen nun nach außen. So näht Ihr dann die Stoffteile zusammen. Achtet hier darauf, dass Ihr den Stoff knapp mit dem Messer der Overlock abschneidet. Wenn Ihr knapp am Messer vorbei näht, ist die Naht nicht sauber und sieht dann nicht so schön aus.
3. Nun klappt Ihr die Naht auf der rechten Stoffseite zu einer Seite um. Ich überlege mir immer vorher, ob ich z.B. zu den Ärmeln oder zum Oberteil die Naht umklappe. So verfahre ich dann gleich bei allen vier Nähten. Die Naht kann man an dieser Stelle auch gerne etwas umbügeln, dann wird das Ergebnis noch schöner.
4. Jetzt steppt Ihr die umgeklappte Naht mit Eurer normalen Nähmaschine knappkantig mit einem Gradstich fest. Denkt auch hier dran eine Jerseynadel zu verwenden, sonst habt Ihr evtl. Löcher in Eurem Stoff. Ich lege mir die Overlocknaht immer mittig unter das Nähfüßchen und steppe dann mit Nadelstellung ganz rechts (oder fast, das hängt von der Maschine ab!) die Naht ganz knappkantig ab. Dabei verwende ich die gleiche Garnfarbe wie bei der Overlocknaht!
Jetzt seid Ihr schon fertig! Falls sich Eure Naht nun etwas wellt, keine Panik. Dämpft es etwas mit Eurem Bügeleisen und schon verschwinden die Falten!
Und so sieht mein neustes T-Shirt im Kleiderschrank aus:
 
Genäht nach dem Schnitt "V-Raglan" von Kibadoo in Größe 36 aus einfarbigem Jersey. Den Kontrast für das gewisse Extra liefern die farbigen Nähte und dazu passende Bündchen. Dabei habe ich unten den Saum auch einfach mit der Overlock gesäumt.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim falschen Covern. Und schaut morgen unbedingt wieder hier bei Steffi vorbei. Dann wartet Mond (vom Blog bimambuki) mit einem weiteren Beitrag aus der Reihe "T-Shirt-Bausteine" auf Euch.
Und Dir liebe Steffi, danke ich für die Einladung, der ich sehr sehr gerne gefolgt bin. Und ich freue mich auf viele weitere Ideen dieser Reihe, die ich bestimmt auch umsetzen werde!
Eure Johy

Kommentare:

  1. Bald musst Du zwar keine solchen "falschen Covernähte" mehr nähen, aber sie verlieren doch nicht ihren Reiz: Denn eine ordentlich gecoverte Naht ist doch etwas anderes als eine Overlock-Naht im Inside-Out-Look ;-)

    Liebe Grüße
    Catrin

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  2. Toll erklärt! Vielen Dank!

    Ganz liebe Grüße, Katharina

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  3. Super Idee! Danke fürs teilen. LG Ramona

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  4. Ohja, Coverlock-Nähte sind was feines - vielen Dank für diese schöne Anleitung.
    Ich habe zum Glück auf meiner Nähmaschine einen Coverlock-Look-a-like-Stich, damit geht das auch ganz gut :-)
    Das T-Shirt gefällt mir übrigens richtig gut!

    Viele Grüße, Goldengelchen

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  5. Vielen Dank, liebe Johy, für diese wirklich tolle Erklärung. Das muss ich auch unbedingt einmal ausprobieren.
    Liebe Grüße, Jana

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  6. Oh das Shirt ist schön! bunt und grau... ;-)
    Eine schöne Anleitung, aber in der Tat ja Schnee von gestern für deinen Maschienenpark, gell!?

    Ich machs aber auch so und für den Effekt prima!
    Liebe Grüße
    Monika

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  7. Danke für den tollen Tipp!
    Lg Martina

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  8. Hab ich bisher aus so gemacht, aber bald.... :-)
    Sieht sehr schön aus!!!

    Liebe Grüße
    Doro

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  9. Gefällt mir gut! Aber mit meinem Retro-Maschinchen komme ich da nicht weit. Da lassen sich nur Geradstich und Zickzack ordentlich verarbeiten ...
    Ich liebe sie trotzdem, die Optik von Overlocknähten. ❤️

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  10. Das sieht ja echt toll aus – auch wenn Du den Trick bald nicht mehr brauchst ;-)
    Liebe Grüße, Änni

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  11. Danke für die tolle Idee! Bei mir wird erstmal keine Coverlock einziehen! Habe aber gerade eine Overlock einziehen lassen.... Ich werde das mit der Naht morgen an meinem freien Tag ausprobieren!

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  12. wieder was gelernt!
    danke und gruss**
    (an euch beide***)

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  13. so einfach. und so ein schöner effekt.
    danke fürs erklären.

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