Mittwoch, 25. März 2015

Langsam...


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Von Mond inspiriert habe ich mich wieder mal (letzte Versuche liegen Jahre zurück) ans Sticken gewagt. Um ein kleines Geschenk für meine Mama zu verschönern, habe ich mich für ein Schneeglöckchen entschieden, dass ich frei Hand auf einen kleinen Rest Leinen gestickt habe. Zusammen mit einem Rest gemustertem Baumwollstoff und getrockneten Lavendelblüten von ihrem Balkon ist ein kleines Duftkissen entstanden.

schneegloeckchen

Das Sticken ist eine (bei mir) langsam fortschreitende Arbeit, aber sehr beruhigend und macht viel Spaß. Am besten kann ich mich eben einfach entspannen, während meine Hände etwas "erschaffen"...

Und sonst so?
Ich habe das Jacken-Nähen für mich entdeckt und will Euch eigentlich zwei (!) Frühlingsjacken zeigen, aber die Gelegenheiten für Fotos fehlen, und auch das Wetter ist noch nicht immer so einwandfrei frühlingshaft. 
Der Japan-Sew-Along ist vorbei, ich bin aber noch immer ganz begeistert und plane und überlege und pause Schnitte ab und nähe auch ein bisschen weiter an neuen Lieblingsstücken.
Ein Geburtstagsgeschenk-Outfit für Siebenjährige wartet, auch wenn es ständig getragen wird, ebenso aufs Fotografiertwerden, aber erst mal will die dazugehörige Kindergeburtstagsfeier vorbereitet werden. Und besagtes Kind erst mal wieder fieberfrei werden...
Zwei halbfertige E-Books bzw. Schnitte (Kinderhose und - Rock) rufen mir auch immer wieder zu, dass ich doch endlich mal wieder weiter an ihnen arbeiten sollte....
Und und und...
 
Ihr seid währenddessen auf jeden Fall sehr produktiv! Ich freu mich, dass schon so viele eine KURT-Tasche genäht haben! Hier könnt Ihr Euch ansehen, welche Taschen bis jetzt entstanden sind - und bis nächsten Dienstag läuft das Probenähen mit kleiner Gewinnmöglichkeit noch weiter.

Montag, 16. März 2015

Japan-Sew-Along: Libellenflug (Finale)

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Der Japan-Sew-Along geht mit einem doppelten Finaltermin (heute und/oder letzte Woche) zu Ende.
Ich fand den Austausch und die regelmäßigen Treffen wieder sehr bereichernd und spannend! Danke für Eure zahlreichen Kommentare, Anmerkungen und Ideen, und Danke an Catrin fürs Organisieren!
Hier könnt Ihr nachsehen, was die anderen japanisch nähenden Damen heute zu präsentieren haben.
(Und hier und hier und hier könnt Ihr nachlesen, welche Kleidungsstücke ich im Rahmen des Sew-Alongs während der letzten Wochen gezeigt habe.)

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Ich zeige Euch heute noch einen Rock, den ich in den letzten Tagen recht kurz entschlossen genäht habe. (Man muss sich schließlich auch selbst etwas zum Geburtstag schenken, oder?)
Dabei habe ich auf Experimente verzichtet und auf einen Rockschnitt zurückgegriffen, der sich bereits mehrfach bewährt hat, nämlich den "einfachen Sattelrock", Modell 5, aus "Nähen im japanischen Stil".
So "japanisch", wie immer man das auch definieren möchte, mutet der Rock vielleicht nicht an - ich glaube, das ist mehr ein zeitloses und universelles Modell - auf jeden Fall ist er wie für mich gemacht, der Schnitt passt einfach wie angegossen.
Diesmal hab ich die Modelle 5a und 5c vermischt - der Bund und der (nicht sichtbar eingenähte) Reißverschluss stammen von Modell 5a, das in Falten gelegte Rockteil von Modell 5c - klappt ganz problemlos!
Zusätzlich habe ich den Rock wieder gefüttert und im Vergleich zum Originalschnitt etwas gekürzt und habe außerdem Taschen eingefügt.

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Innenansicht: 
Belege aus petrolfarbenem Baumwollstoff, an den Unterkanten von Hand angenäht (das wird bei mir einfach am schönsten, da zahlt sich die zusätzliche Arbeit auf jeden Fall aus)

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 Hier noch ein Foto vom recht breiten Bund - ist bequem und sitzt sehr gut

Den Libellenstoff - passenderweise übrigens ein japanischer Stoff - liebe ich sehr, ich habe ihn bei Himbeerfell entdeckt (wo noch einige andere Schätze bereit liegen). Der Baumwollstoff hat einen schönen Stand, passt also sehr gut für diese Art Rock, und das zarte Muster finde ich einfach wundervoll.
Die Farbe (ein sehr dunkles Dunkelblau) fügt sich ebenfalls sehr gut in meinen restlichen Kleiderschrank ein.
Der Rock, kann ich mir vorstellen, wird sich das ganze Jahr über gut bewähren, sowohl mit Strumpfhosen als auch barfuß, mit leichtem Top oder warmer Strickjacke kombiniert, mit Stiefeln oder mit Sandalen... Die Kombination aus ausgestelltem Rock und engem Oberteil (je nach Temperatur mehrere Schichten bzw. von ärmellos bis Langarm) ist sowieso mein Lieblings-"Look"...

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Kurzum: Ich glaube, hier ist mit dem Libellenrock ein wirkliches Lieblingsstück entstanden! Ein schöner Abschluss für den Japan-Sew-Along - und ein gelungener Auftakt für weitere japanische Nähprojekte! :-)

Donnerstag, 12. März 2015

Beinkleid in blau

Beim Spaziergang am Wochenende war nicht nur das Wetter sehr einladend, ich hatte auch endlich mal wieder die Kamera dabei (und einen Fotografen). Also nehme ich die heutige RUMS-Runde zum Anlass, mal wieder von meinen Erfahrungen zum Thema Hosen-Nähen zu berichten.

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Diese Jeans trage ich wirklich sehr oft. Genäht habe ich sie schon vor ca. zwei Monaten, ich kann also durchaus bestätigen, dass sie sich bewährt haben.
Dabei sind sie eigentlich gar nicht wirklich "perfekt". Wie man auf den Fotos wohl erkennen kann, sitzt die Hose zwar schon ziemlich gut, ich merke aber, vor allem beim Sitzen, dass irgendwas nicht ganz stimmt - da rutscht die Hose nämlich nach unten. Ich glaube gar nicht unbedingt, dass die Bundweite falsch ist (enger sollte es eigentlich nicht mehr werden), eher glaube ich, dass die Schrittnaht zu lang sein könnte? Das sind aber alles nur sehr sehr vage Vermutungen...
 
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Genäht hab ich die Jeans nach dem Schnitt "Black Magic" aus der Ottobre 5/14, den ich bereits anhand dieser Hose getestet hatte. Diese erste Hose hat den Alltagstest leider nicht bestanden, der Stoff ist viel zu elastisch und gibt beim Tragen extrem nach, sodass die Hose furchtbar ausbeult und sich die Hosenbeine außerdem ganz gräßlich nach oben schieben.... Außerdem sitzt der Bund nicht ganz richtig und ist immer weiter ausgeleiert...
Zwischen dieser im Nachhinein als missglückt zu betrachtenden Hose und den heute gezeigten Jeans liegt noch ein weiteres Exemplar aus grauem Jeansstoff (z.B. hier ein bisschen zu sehen). Hier hatte ich einige Anpassungen am Hosenbund und im Gesäßbereich gemacht (die jetzt zu beschreiben, ist schwer, aber zusammengefasst habe ich einfach alles sehr viel enger gemacht), wonach die Hose schon sehr viel besser gepasst hat. Leider ist mir der Reißverschlussschlitz nicht so gut gelungen und auch der Bund sieht nach mehrmaligem Auftrennen nicht mehr soo toll aus, aber auch die graue Hose ist durchaus tragbar; ich ziehe eben immer längere Oberteile dazu an.

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Was ich gelernt habe, ist auf jeden Fall, dass sich (jedenfalls für diese Art von eng anliegenden Hosen) ein Stoff mit einem gar nicht allzu hohen Elasthan-Anteil am besten eignet - ansonsten näht man sich ein Schlabberteil.
Der dunkelblaue Denim - ein ganz großartiger Stoff, tolle, eher dickere Bio-Qualität und sehr schöne Farbe (ich habe mich lange nicht getraut, ihn anzuschneiden) - den ich hier verwendet habe, hat einen Elasthan-Anteil von 2% (der Stoff der grauen Hose gar nur einen Elastah-Anteil von 1%). (In der Ottobre wird für diesen Schnitt übrigens ein Stoff mit einem Elastahn-Anteil von 10% (!) angegeben...)

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Weitere Erkenntnis: Das Hosennähen ist gar nicht soo schwer!
Während der letzten 1-2 Jahre hat es sich - ohne, dass ich es konkret geplant hätte - so ergeben, dass ich bis auf ein paar Ausnahmen meine gesamte Kleidung selber nähe (und zwar mit großer Freude!). Ans Hosennähen hatte ich mich aber lange nicht herangetraut - Warum eigentlich?
Als frische/r NähanfängerIn würde ich mich vielleicht nicht gleich an eine Hose mit vielen Details und Reißverschluss wagen, und mal schnell an einem Abend ist so ein Stück auch nicht genäht, aber es zahlt sich aus, das Hosennähen mal auszuprobieren! Die Herausforderung anzunehmen, hat mir jedenfalls Spaß gemacht!
Außerdem freue ich mich, dass ich jetzt eine vergleichsweise gut sitzende Hose in Bio-Qualität habe, von der ich ganz genau weiß, unter welchen Arbeitsbedingungen sie entstanden ist (natürlich trifft das nur aufs Nähen zu, nicht auf die Herstellung des Stoffs, aber der GOTS-Zertifizierung möchte ich doch einigermaßen vertrauen - selber Baumwolle anbauen und Stoffe weben kann ich leider nicht...).

Also: Ich bleibe dran an den Hosen, und für den Sommer möchte ich mich dann noch an Shorts wagen...

Dienstag, 3. März 2015

LISA mal zwei

Mein Töchterchen ist um einiges in die Höhe geschossen, da muss so langsam mal Nachschub für den Kleiderschrank her. In den letzten Wochen hab ich begonnen, nach und nach ein bisschen daran zu arbeiten.
Am liebsten trägt die junge Dame Kleider, also hab ich wieder mal zum Jerseykleid LISA gegriffen, das kann ich nämlich schon so gut wie im Schlaf nähen ;-)
Damit's nicht langweilig wird, hab ich den Schnitt aber ein bisschen variiert.

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Stoff: grauer Tiger-Jersey von PaaPii Design, übers Stoffbüro

Für das graue Tigerkleid hab ich den Schnitt auf Höhe der Taschenansatznähte (also etwa auf Hüfthöhe) geteilt und den unteren Abschnitt mit Mehrweite zugeschnitten und dann eingekräuselt. (Ähnlich wie, jeweils auf anderer Höhe, hier, hier oder hier - dort findet ihr auch genauere Erklärungen.)
Die kurzen Ärmeln und der Halsausschnitt sind mit Jerseystreifen eingefasst.

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Bunter (das Grau, das mir persönlich sehr gefällt, hat das Kindchen nur wegen der Tiger gut geheißen) ist das zweite Kleid aus Blümchenstoff.
Hier hab ich den Schnitt ohne Änderungen genäht, aber lange UND kurze Ärmel verwendet und - eine Anleitung gibt es hier - Ärmel im Lagenlook genäht. (Das ist übrigens sehr praktisch, um Stoffreste zu verwerten...)

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Stoffe:  "Snöboll Blömma" und "Uni-Jersey Petrol" von Lillestoff

Jetzt wird noch an einem Geburtstagsoutfit genäht (das wurde ausdrücklich gewünscht!), aber das ist natürlich noch streng geheim!