Montag, 30. November 2015

Delfinpullover

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Die grüne Nosh-Hose passt auch noch, juhu!

Dass hier eine gewisse Vorliebe für Waltiere gepflegt wird, lässt sich wohl längst nicht mehr verbergen (hier, hier, hier oder hier).
Einen Höhepunkt erreicht hatte die Begeisterung (nicht nur) bei den Kindern aber sicher im letzten Sommer, als wir - fern, am Horizont, aber dennoch und ganz eindeutig - Delfine zwischen den Wellen des kroatischen Meeres munter herumspringen gesehen haben. Ein schönes Erlebnis, eine schöne Erinnerung, und so hat es mich gefreut, dass mein Sohn sich einen Delfin auf seinen neuen Pullover gewünscht hat.

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Die Applikation verläuft über die Seitennaht und die Schwanzflosse ist am Rückenteil zu sehen.

Ein paar wärmere Oberteile braucht er nämlich noch dringend... Den Anfang hat dieser Raglanpulli aus anthrazitfarbenem Sweat und graublauen Bündchen gemacht. 
Ich versuche übrigens immer noch, meine vorhandenen Stoffe/Stoffreste für die Sachen in kleineren Größen aufzubrauchen - auch hier habe ich einfach genommen, was schon da war. Insgesamt, also mit der Apllikation, gefällt mir die Farbzusammenstellung sehr gut, auch wenn ich vielleicht ansonsten eher eine nicht ganz so dunkle Farbe für den Pullover ausgesucht hätte.

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Ich merke immer wieder, wie toll es ist, gut passende Grundschnitte zu haben. Dann sind viele Sachen (die z.B. dringend gebraucht werden) schnell genäht und der alltägliche Kleidungs-Bedarf gedeckt. (Danach bleibt dann gerne noch Raum für was Neues, für "Sonderwünsche" oder für "Experimente".) 
Ich mache also gerade einen Raglan-Schnitt für meine Kinder (der Halsausschnitt könnte noch etwas enger sein), der dann als Basis für alles Mögliche dienen soll: T-Shirts, Pullis, Hoodies, Jacken....
Auch für mich hab ich wohl endlich den "perfekten" T-Shirt-Schnitt zusammenbekommen (Herumprobieren lohnt sich!), aber dazu dann ein anderes Mal...

Donnerstag, 19. November 2015

Der Mantel

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Schon seit ein oder zwei Jahren ist der schöne grau-schwarz-blaue, wollig-warme Fischgrätstoff (hier sieht man ihn aus der Nähe) in meinem Schrank gelegen. Ich hatte ihn mal ziemlich spontan und mit dem vagen Gedanken an einen Mantel oder eine Jacke gekauft, einfach weil er auch meinem Mann so gut gefallen hatte er so schön war und farblich genau mein Fall.
Blöderweise hatte ich nur 1,5 m gekauft - und es ist gar nicht so leicht, einen Mantelschnitt zu finden, der mit dieser Stoffmenge auskommt. Schließlich bin ich bei dem Schnitt "Everyday Wear" aus der Ottobre 2/15 fündig geworden. Das Modell ist ganz schlicht gehalten, ist nicht zu lang und hat auch keine aufgesetzten Taschen oder andere "stoffverschwendende" Details, und trotz der beim Schnitt angegebenen 1,65 m Stoffverbrauch konnte ich mit einigem Puzzeln alle Schnittteile auf meinem Stoffstück unterbringen.

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Eigentlich ist der Schnitt ja für (festen) Jersey (!) ausgelegt, also vielleicht nicht die beste Idee, damit einen gefütterten Mantel aus dickem Wollstoff zu nähen. Allerdings hat mich die Erfahrung gelehrt, dass die Ottobre-Schnitte groß ausfallen und mir die 34 meist noch ein bisschen zu weit ist. Ein Vergleich der Schnittteile mit meinem alten Kaufmantel hat außerdem bestätigt, dass das ganze einen Versuch wert sein könnte.
Und das war es definitiv!

Meine Änderungen:
  • Ich habe den Schnitt seitlich ganz leicht nach unten hin ausgestellt, passt mir einfach besser als eine ganz gerade Form.
  • Die Kapuze war irgendwie riesig, ich hab sie etwas verkleinert, dafür hab ich sie ohne Ösen und Gummikordeln genäht.
  • Die Taschen liegen eigentlich weiter mittig, das war mir aber zu nahe am Reißverschluss, da hätten meine Hände nicht richtig Platz gehabt. Ich hab die Taschen also ein paar cm näher an die Seitennaht gerückt und auch die Taschenbeutel vergrößert. Eigentlich sind für die Tascheneingriffe Reißverschlüsse vorgesehen, ich habe aber keine gefunden, die genau zu dem langen RV gepasst hätten, also hab ich lieber ganz darauf verzichtet.
  • Ich hab ein Futter und Belege hinzugefügt. 
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Das Wickelkleid ist dieses. Es sitzt nicht ganz so toll, ich mag es aber trotzdem.

Das Futter besteht aus schwarzem Teddyplüsch, das ist recht bauschig, aber sehr kuschelig. Die Kapuze hab ich mit schwarzem Fleece gefüttert, den ich auch für die Ärmel  verwendet habe, allerdings hab ich hier vorher noch solchen flutschigen Futterstoff auf das Fleece gesteppt (nicht ganz gerade, aber man siehts ja eh nicht ...). Die Belege - die ich alle per Hand angenäht habe, so wie auch der Mantelsaum von Hand genäht ist - und das Taschenfutter sind aus schwarzem Baumwollstoff.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden! Das Mantel-Nähen hat mir auch richtig Spaß gemacht (irgendwann näh ich auch noch ein aufwändigeres Modell...). Bei so einem größeren Projekt, bei dem ich ja gleich mal davon ausgehe, dass ich bestimmt länger dafür brauche, finde ich das Nähen komischerweise besonders entspannend.

Ich verlinke mich noch bei RUMS und schau mal, was die anderen heute so zeigen.

Dienstag, 10. November 2015

Was Kleines

Ha! Juhu! Mein Wintermantel ist fertig! Eigentlich war das alles gar nicht soo schwierig.... Bis Ihr ihn zu sehen bekommt, müsst Ihr aber noch etwas warten, mit den Fotos ist das wie immer so eine Sache, und außerdem hat es hier momentan so frühlingshafte Temperaturen, dass ich in dem Teil nur schwitze...

Und: Das Hemd, das ich dem Herzliebsten im September (unfertig) zum Geburtstag geschenkt habe, ist übers Wochenende auch - endlich! - fertig geworden. Aber: Auch davon gibt es (noch? ) keine Fotos...

Also zeig ich Euch was ganz anderes: Ein Ensemble in der zarten Größe 68, als Geschenk für eine Freundin und ihr Baby genäht.

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Genäht hab ich ein Raglan-Shirt mit Druckknopf-Leiste aus dem restlichen Ringelstoff von diesem Projekt. Dazu gibts eine Hose in Petrol mit türkisfarbenen Bündchen; der Schnitt "Summer Sea" hatte sich bei meinem Sohn gut bewährt und inzwischen hab ich ihn schon öfter auch als Geschenk genäht.

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Übrigens: Für hübsche Details verwende ich gerne Webband-Stückchen. Von dem gelben Webband mit den Tieren hab ich vor Jahren mal 2 Meter oder so gekauft und inzwischen schon an zig Hosen damit die Hinterseite markiert, und noch immer hab ich ein gar nicht so kurzes Stückchen übrig...

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Babyoutfit:
Schnitte: "Lil Darling", Ottobre 4/13, Knopfleiste selbst dazu gebastelt
              "Summer Sea", Ottobre 3/12
          Bio-Jersey "Teal" von Birch Fabrics, über Frau Tulpe
          Bündchen von Tommy & Lilly

Mittwoch, 4. November 2015

Kürbisbrot

Ich liebe Kürbis, und verkoche und verbacke und esse das feine Gemüse momentan fast täglich; am liebsten ist mir der Hokkaido-Kürbis.
Für alle anderen Kürbisfreunde lasse ich gerne mal wieder ein Rezept da. Sehr lecker und lange schön weich und flaumig ist nämlich dieses Brot:

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300g Kürbisfruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und mit ganz wenig Wasser im Topf weich dünsten, anschließend pürieren.
370g Dinkelvollkornmehl und 100g Roggenvollkornmehl mischen, 1 Tl Salz unterrühren.
1/2 Würfel (20 g) Germ=Hefe in 100ml lauwarmem Wasser auflösen, 1 EL Honig dazugeben.
Die Germmischung zur Mehlmischung geben und 10 min gehen lassen.
Kürbis und Sonnenblumenkerne (ca. 5 EL bzw. nach Geschmack, auch andere Kerne oder Nüsse schmecken gut) hinzufügen. Der Teig braucht wahrscheinlich noch etwas Flüssigkeit, etwa 100 ml lauwarmes Wasser oder Milch. Ich gebe auch noch 1 EL Öl dazu, dann lässt sich der Teig besser kneten.

Alles zu einem Teig verkneten und ca. 40 min rasten lassen.
Ich habe den Teig danach zu einer langen Rolle und diese dann zu einer großen Schnecke geformt und in eine Springform gegeben, damit der recht weiche Teig nicht auseinander fließt.

Bei 180° ca. 20-25 min backen.

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Das Brot schmeckt am besten noch warm und mit Butter bestrichen...