Donnerstag, 25. Februar 2016

J wie Jacke .... (P wie Pulli, S wie Schmetterlinge....)

kelopuu3


J wie Jacke - das ist vielleicht nicht besonders einfallsreich, aber es hat gerade so gut gepasst. Ein paar Tage nämlich bevor ich vom Februar-Buchstaben für "12 Letters of Handmade Fashion" gelesen hatte, hatte ich bereits eine Jacke zugeschnitten.

kelopuu4


Genäht habe ich den Schnitt "Kelopuu" aus der Ottobre 5/14. Änderungen gab es wenige, ich habe die Jacke nur etwas gekürzt und an den Schultern verschmälert. Außerdem habe ich meine Jacke nicht, wie vorgeschlagen, aus Jersey genäht, sondern aus einem Wollstoff/Mantelstoff. Weil mir die Ottobre-Schnitte immer eine Spur zu groß sind, hat das gut geklappt.

Meine Stoffquelle war dabei ein alter Mantel, den mir mal jemand aus der Familie zum Upcyclen übergeben hat. Der Stoff fühlt sich wirklich fein an, eine Mischung aus Wolle, Kaschmir und etwas Polyester, in einem sehr dunklen Dunkelblauton. Deshalb wollte ich den Mantel, der mir so viiieeel zu groß gewesen wäre, auch unebdingt verwerten. Tatsächlich musste ich dann ziemlich viel puzzlen, damit alle Schnittteile Platz finden, und meine Jacke hat jetzt auch einige Teilungsnähte mehr als vorgesehen...

kelopuu2


Mit der Passform bin ich zufrieden, nur die Kapuze ist echt riesig, das stört mich ein bisschen - aber nicht genug, um alles aufzutrennen und zu verkleinern.
Die Jacke habe ich mit Absicht nicht gefüttert, damit sie nicht ganz so warm ist wie mein Mantel (der mir übrigens schon den ganzen Winter über sehr gute Dienste leistet), sondern als (sportliche) Übergangsjacke funktioniert.

kelopuu1


Für schon mildere Temperaturen ist auch mein Untendrunter gedacht - das zeig ich Euch auch gleich, wenn ich, wenn schon kein gutes Licht, zumindest mal einen Fotografen habe...
Aus einem ganz leichten, feinen Hanfstrickstoff habe ich mir einen dünnen Pulli genäht, mit Raglanärmeln, nach eigenem Schnitt. An den Ärmelsäumen könnte der Pulli etwas enger sein, aber davon abgesehen mag ich ihn schon jetzt sehr. Der leichte Stoff ist sicher auch im Sommer und Frühling sehr angenehm.

pulli

Was in meinem Kleiderschrank fehlt, sind Kurzarm-T-Shirts - irgendwie nähe ich am liebsten T-Shirts mit 3/4-Ärmeln oder für den Sommer gleich ärmellose Tops. Bei so mittleren Temperaturen sind aber doch kurze Ärmel genau das Richtige.

tshirt4

Ich habe also mal angefangen, diese Lücke zu schließen - das Schmetterlingsleiberl mag ich schon mal sehr... Das liegt wohl vor allem an dem wunderschönen frühlingshaften Stoff in perfektem Blau. ... Übrigens hat auch Sindy ein tolles T-Shirt aus dem Stoff genäht, das hat mich motiviert, meinen Stoff, der schon seit Herbst hier gelegen ist, endlich anzuschneiden.

tshirt2

Jetzt bin ich gespannt, welche Kleidungsstücke mit J sich bei "12 Letters of Handmade Fashion" sonst noch so ansammeln - bis 27.2. könnt Ihr noch mitmachen, im Februar ist Laura Gastgeberin.
Und eine Runde RUMS darf auch noch sein!

----
Jacke:
Schnitt: "Kelopuu", Ottobre 5/14
Stoff: alter Mantel

Pulli:
Schnitt: eigener
Stoff: Bio-Hanfstrickjersey in dunkelgrau von biostoffe.at

T-Shirt:
Schnitt: eigener
Stoff:  von Art Gallery, aus dem neuen ::stoffbüro::

Jeans: hier 

Dienstag, 23. Februar 2016

Frühlingsbasics für die Tochter

Es wird Zeit für leichtere Stoffe und hellere Farben - irgendwann bald kommt der Frühling ja bestimmt, oder?

streifenshirt2


Meine Tochter ist ein ganzes Stück gewachsen, da braucht der Kleiderschrank Nachschub.
Den Anfang in einer geplanten Reihe von kurzärmeligen T-Shirts macht dieses Shirt aus wunderbar leichtem und feinem Nosh-Jersey mit diagonalen Ringeln.

streifenshirt1

Ich wollte ein ganz besonderes T-Shirt nähen, deshalb hab ich mich hinten an einer Ausschnittlösung mit Schlitz, Beleg und Schlaufe + Knopf versucht. Find ich schon ganz hübsch!
Das Vorderteil hab ich verbreitert und dann eingekräuselt. Leider hab ich etwas zu stark gekräuselt und der Halsausschnitt ist nun etwas eng, aber das Kind stört es nicht, also will ich auch mal darüber hinwegsehen.

sternenjacke4


Was außerdem gefehlt hat im Tochterkleiderschrank (und noch immer in meinem), war ein leichtes Jäckchen. Hier kommt meine Schnittidee ins Spiel, von der ich hier schon mal andeutungsweise erzählt habe: Ein Cardigan mit Raglanärmeln und Rundpasse. Wie hier können die Vorder- und Rückenteile der Jacke eingekräuselt werden, so ergibt sich ein ausgestelltes, schwingendes Jäckchen.
Die Jacke kann auch als gerade Jacke ohne Kräuseln und unten mit Bündchenabschluss genäht werden, die Rundpasse bietet sich dazu an, verschiedene Stoffe zu verwenden.
Hier bin ich noch am Ausprobieren und möchte noch ein oder zwei Varianten nähen - was aber wohl aufgrund eines vollen Terminkalenders und vieler Verpflichtungen in den nächsten Wochen noch ein bisschen warten muss. Aber was meint Ihr, wär das vielleicht eine Idee für ein neues E-Book?
 
sternenjacke1

So oder so ist die Sternenjacke bei meiner Tochter ein voller Erfolg. Trotz Musters lässt sie sich super zu fast allen Oberteilen kombinieren - Grau ist eben eine tolle Farbe...
Der Stoff ist ein Jacquard, sowas hab ich zum ersten Mal verarbeitet. Nähen lässt sich der Stoff problemlos, sogar die Knopflöcher sind ohne Schwierigkeiten gelungen. Auf der Haut fühlt der Jacquard sich weich und angenehm an, dicker als Jersey und dünner als Sweat, also super für die Übergangszeit.

sternenjacke2


Mir fällt gerade auf, dass mein Töchterchen (die Hose, die man hier nur andeutungsweise sieht, gab's schon mal hier zu sehen) ganz in Nosh-Stoffe gekleidet ist. Das ist kein Zufall, denn ich bin von den tollen Bio-Stoffen wirklich sehr begeistert. Habt Ihr schon die neue Kollektion gesehen? Ich musste mich schon eindecken.... Ein sehr schönes Sortiment an Nosh-Stoffen findet Ihr im ::stoffbüro:: - den neuen Shop habt Ihr bestimmt schon entdeckt, ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.

sternenjacke3


Seid Ihr auch schon bei der Planung (oder Ausführung) der Frühlings- und Sommer-Nähprojekte?
Ich freu mich jedenfalls schon sehr darauf, die Wintersachen hoffentlich bald ganz nach hinten in den Schrank zu räumen...

-----
T-Shirt:
Schnitt: Jersey-Kleid LISA, zum T-Shirt gekürzt und mit den oben beschriebenen Änderungen am Ausschnitt

Jacke:
Schnitt: in Arbeit

Hose: Jeggins, hier gezeigt

Freitag, 19. Februar 2016

Schnipsel, # 2

zopf
zopfbrot
MUESLI
holz
zeichnung
kelopuu
tropfen

Gezopftes, auch als Brot.

Selbstgemachtes Crunchy-Müsli - wird bei jedem Versuch besser, ich experimentiere aber noch.

Da hat er dreieinhalb Jahre keinen Stift angerührt, und dann zeichnet mein Kleiner einfach so gleich sowas! (Das in der Mitte bin ich.)

Ich wollte ja schon damals, aber seit diesem Löffel und diesem überlege ich ernsthaft, ob ich nicht noch Zeit für ein neues Hobby aufbringen könnte....

"J" wie "Jacke" - ob ich noch dazu komme, Tragefotos zu machen?

Kauft Ihr auch Stoffe, obwohl Euer Stoffschrank eigentlich schon voll ist? Stash Less ist eine Blogaktion, die helfen möchte, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Wieviel Horten und Sammeln ist sinnvoll? Ab wann wirkt sich ein übervoller Stoffschrank letztlich hemmend auf die Kreativität aus?....

Bald beginnt die Geburtstagssaison bei uns... Meine Lieben backen mir dann wieder einen Kuchen - ob sie was davon hinkriegen?

Und: Kann es jetzt bitte mal grüner werden? Und Frühling?


---
Ein schönes Wochenende!

Montag, 15. Februar 2016

Robin Hoodie

hoodie2


Schon im Herbst letzten Jahres hatte ich für meine Kinder einen Raglan-Schnitt gemacht, inzwischen hinter den Blogkulissen mehrfach getestet (T-Shirt, Pulli, Pyjamaoberteil...) und bewährt.
So einen Grundschnitt kann man schließlich immer brauchen.
Allerdings hatte ich darüber hinaus auch eine Nicht-mehr-ganz-so-Basic-Schnittidee im Sinn, die inzwischen auch schon recht weit gereift ist (bekommt Ihr ein anderes Mal zu sehen!)...
Und aus allem zusammen, so quasi als "Nebenprodukt", und vor allem auf Wunsch meiner Tochter, die momentan auf coole Kapuzen steht ;-), ist auch ein Hoodie-Schnitt entstanden, den ich gleich mitgradiert habe.

Ich zeig Euch heute mal unsere zwei Lieblingspullis:

hoodie3


Der Rotkehlchen-Hoodie für meine Tochter ist aus einem sehr weichen und gut dehnbarem Sweat genäht, mit grauen Bündchen und dazu passend grau-getupftem Kapuzenfutter aus Jersey. Weil die Applikation viel Platz einnimmt, habe ich auf Teilungsnähte oder anderen Zierrat verzichtet, die eckigen Taschen und eine rote Kordel sollten aber doch mit dabei sein. Dass die Ösen verschiedenfärbig sind, liegt nur daran, dass ich nicht mehr zwei in derselben Farbe hatte, aber eigentlich finde ich es ganz witzig...

hoodie7
hoodie5


A propos Teilungsnähte: Die gibt es dann beim zweiten Kapuzenpullover. Ich muss sagen, ich bin doch sehr begeistert von dem Farbverlauf, der sich so ergibt. Sind ja auch meine Lieblingsfarben - dunkelblau, petrol, rauchblau, grau. Außerdem konnte ich so lauter Reste verwenden, weil durch die Teilungen die Stoffstücke nicht so groß sind - zumindest in Größe 104.

hoodie6


Den Pulli für meinen Sohn hab ich aus Jersey genäht, das finde ich für die kommende Übergangszeit sehr praktisch. Es wird ja, auch wenn der Blick aus dem Fenster etwas anderes sagt, jetzt ganz bestimmt bald mal Frühling werden!

-------
Stoffe:
Rothkelchenpulli: Sweat "Eike", grau-meliertes Bündchen, Rest Tupfenjersey
Pulli mit Teilungsnähten: dunkelblaues Bündchen von Lillestoff, Uni-Jersey "Teal" von Birch, Rest rauchblauer Jersey, Tiger-Jersey von Paa-Pii-Design

Freitag, 5. Februar 2016

Nix für Lemminge

Ich war gleich sehr begeistert, als ich Anfang des Jahres bei MamaMachtSachen von Nix für Lemminge 2016 gelesen habe.



Eine kleine Kollektion zu einem Thema entwerfen aus mindestens fünf (alltagstauglichen) Kleidungsstücken, und dabei möglichst mit vorhandenen Stoffen und Materialien arbeiten. Und dabei drei Techniken ausprobieren, für die man sich sonst nie Zeit nimmt, etwas Neues lernen, ganz eigene Ideen verwirklichen. - Klingt sehr spannend, oder?


Von den drei vorgeschlagenen Themen hat mich eines sofort und ganz eindeutig angesprungen: Märchen.



Wer mich gut kennt, weiß, wie gut das zu mir passt. Ich mag nicht nur die klassischen Märchen, ich mag auch alles Phantastische und ich lese gerne gute Fantasy. Ich mag verzauberte Wälder und düstere Burgruinen, Nebellandschaften und knorrige Trollbäume. Ich mag Elfen und Elben, Ritter und geheimnisvolle Wesen aller Art, und und und...

Und nein, keine Sorge, ich habe nicht vor, mir ein Prinzessinnenkleid zu nähen und auch kein Elfenkostüm, aber es wäre schön, wenn ich es schaffen könnte, Kleidungsstücke zu nähen, die einen Funken dieses "märchenhaften Zaubers" in sich tragen, irgendetwas "Geheimnisvolles", irgendetwas Unerwartetes.
Wie ich das umsetzen möchte? Ich weiß noch nicht genau, aber ich denke, dass man zum einen mit Stoff- und Farbwahl gut eine bestimmte Stimmung erzeugen kann, und zum anderen bestimmte Stilelemente oder Anspielungen auf solche diese Assoziationen erwecken können. Und letztendlich ist es ja meine Kollektion, muss ja nur ich verstehen, was damit gemeint ist ;-).

nebelwald

Das Thema Märchen dehne ich für mich ein bisschen aus, auf "Märchenwald", und auch auf die Themenbereiche "Fantasy" und, schließlich spielen viele Märchen in einer vorindustriellen Welt, "Mittelalter".
Das Mittelalter ist eine Epoche, die mich sehr interessiert und mit der ich mich schon vielfach auseinander gesetzt habe (auch im Studium früher usw.). Nicht erst seit ich nähen kann, fasziniert mich auch die mittelalterliche Mode. In meinem Bücherregal steht ein sehr interessantes Buch - "Mittelalterliches Schneidern" von Sarah Thursfield - indem man echt Spannendes nicht nur über mittelalterliche Kleidung, sondern auch über Verarbeitungsweisen und Schnitterstellung lernen kann. - Auch hier würde ich keinen historisch korrekten Rekonstruktionsversuch versuchen wollen (obwohl das auch einmal sehr spanned wäre), aber vielleicht kann ich eine Technik ausprobieren oder auf ein mittelalterliches Stilelement anspielen.



Wenn ich hier von "Kollektion" spreche, klingt das ein bisschen größenwahnsinnig.
Nagut, Nix für Lemminge geht bis zum November, aber vermutlich werde ich im ersten Halbjahr nicht wirklich Zeit finden, mich mit dem Thema - außer in Gedanken - auseinanderzusetzen, und deshalb weiß ich gar nicht, ob ich die Vorgabe von 5 Kleidungsstücken überhaupt schaffen kann. Egal, ich fange einfach einmal an - und wenn ich am Ende nur eine neue Technik erlernt habe, ist das ja auch schon was. Spannend wird es auf alle Fälle!

Ich bin also sehr neugierig, wer sonst noch mitmachen möchte, und was für Ideen die anderen so haben... Hier gibt's mehr dazu!

Donnerstag, 4. Februar 2016

Meine Strickjacke

strickjacke3

Ich hatte Euch im Herbst ja schon einmal erzählt, dass ich mir eine Jacke stricken möchte. 
Das ist jetzt an sich keine Heldentat, für mich aber schon eine Herausforderung, einfach, weil ich normalerweise sehr sehr langsam stricke und solche großen Projekte nichts für mich sind. Ich kann stricken, ja, zumindest das, was ich als Kind in der Schule und von meiner Oma gelernt habe, und ich habe früher schon manchmal Pullover o.ä. gestrickt (immer so nach Gefühl und mit meistens sehr sackartigen Ergebnissen)
Seit ich aber nähen kann, ist das schnellere und leichter anzupassende Ergebnis beim Nähen sehr viel verlockender geworden. Ich war also nicht sicher, ob bzw. wann eine Jacke tatsächlich fertig werden würde.

strickjacke2

Ich habe mir aber bewusst Zeit genommen (und ein Modell aus dickem Garn gewählt) und ja, es hat geklappt! Einen großen Teil der Jacke hab ich in den Weihnachtsferien gestrickt, da war extra Zeit dafür reserviert. Aber auch so zwischendurch ist es mir immer wieder gelungen, zum Strickzeug zu greifen, das geht ja auch leichter und schneller als zwischdurch zu nähen - Strickzeug kann man schließlich leichter mitnehmen und das Nadelgeklapper ist auch nicht so laut wie das Nähmaschinengerattere (man kann also auch stricken, währnd man sich mit Besuch unterhält oder neben den spielenden Kindern...).

Weil ich nicht sicher sein konnte, ob die Jacke gelingt, wollte ich nicht in das teuerste Garn investieren und habe mich dann für Drops-Wolle entschieden. Verwendet habe ich Drops Nepal in der Farbe "mittelgrau" und bin mit meiner Wahl sehr zufrieden.

strickjacke1

Die Jacke habe ich - ohne Änderung (naja fast - die Ärmel sind bei mir etwas kürzer), in der kleinsten Größe - nach der Anleitung für den Ramona Cardigan gestrickt. 
Das hat sehr gut geklappt, d.h. ich bin mit der Anleitung gut zurecht gekommen, auch wenn ich kaum Erfahrung habe mit (englischen) Strickanleitungen. All die Abkürzungen, die auf den ersten Blick äußerst verwirrend wirken, werden aber bei genauem Lesen verständlich. Außerdem findet man im Netz genügend Hilfen zur Übersetzung (englischer) Strick-Abkürzungen, und für so ziemlich jede Maschenart gibt es auch You-Tube-Videos, in denen das Stricken erklärt wird. Besonders schwierig ist "Ramona" ja auch nicht zu stricken, große Teile werden einfach glatt rechts gestrickt, und mit dickem Garn kommt man auch recht schnell weiter. Ich kann hier also auf jeden Fall ein Anfängerprojekt weiter empfehlen.

Fazit: Stricken wird wieder ins Repertoire aufgenommen - nicht für eilige Projekte, aber hin und wieder als Ergänzung zum Nähen. 
Ich freu mich darüber!

Mal sehen, ob heute noch jemand mit etwas Gestricktem RUMSt.