Mittwoch, 1. Januar 2014

Mein liebstes selbstgemachtes Kleidungsstück im Jahr 2013

Nach der feiertagsbedingten Pause soll es hier auf herzekleid wieder öfter was zu sehen und lesen geben.
Einen Jahresrückblick erspare ich Euch, beim Aufräumen der liegen gebliebenen Fotos aus dem letzten Jahr hab ich aber tatsächlich noch ein bisschen was Genähtes entdeckt, das ich noch hier zeigen wollte, aber nie dazu gekommen bin. In den nächsten Tagen wird das (möglicherweise) aufgeholt!

2013 hab ich zum ersten Mal wirklich öfter auch für mich Kleidungsstücke genäht. Nicht alles war ein Volltreffer, aber Einiges mag ich doch wirklich gerne und trage es auch oft. Der Jersey-Wenderock ist so ein Beispiel, oder der Kapuzenpullover oder dieser Rock. Im Sommer habe ich dieses Kleid und diesen Rock sehr oft getragen, und dieses Kleid finde ich auch sehr gelungen.
Kurz gesagt: Selbstgenähtes zu tragen - und da bin ich bei der MMM-Versammlung ja nicht die Einzige - mag ich inzwischen sehr gerne. Ob ich jetzt wirklich meinen Stil gefunden habe, weiß ich nicht so recht, ich bin durchaus noch am Probieren und Austesten. Sicher ist aber, dass ich das Nähen liebe und auch in Zukunft vorhabe, meine Garderobe mit Selbstgenähtem aufzustocken bzw. habe ich so den Verdacht, dass so nach und nach das Selbstgenähte das Gekaufte aus meinem Kleiderschrank verdrängen wird. (Ein Kleiderkaufverbot möchte ich mir aber nicht auferlegen, soll ja alles ohne Zwang und Druck passieren!). 
Von den Kleidungsstücken des letzten Jahres hat jedenfalls ein Kleid, das noch nicht mal wirklich gut gelungen ist und das ich auch nur ein einziges Mal getragen habe, eine ganz besondere Bedeutung für mich.

Mein Hochzeitskleid.

Hier das Kleid noch in Arbeit. Tatsächlich habe ich kein wirklich gutes Foto von meinem Kleid - d.h. es gibt natürlich jede Menge Bilder von der Hochzeit, aber da bin ich nie allein zu sehen und fast alle der Fotos sind mir ein bisschen zu privat, um sie hier zu zeigen...
 
Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, das unbedingt selbst nähen zu müssen und hab mich wirklich, wirklich lange damit beschäftigt. Am Anfang sollte es auch noch ganz anders aussehen, als das Kleid, das es dann am Ende geworden ist. Auf jeden Fall habe ich sehr viel gelernt, denn den Schnitt für mein Kleid - wieder sowas Eigensinniges - wollte ich unbedingt selber machen. Zahlreiche Probekleider aus alter Bettwäsche haben mich mit der Schnittkonstruktion vertrauter gemacht. Schwierig, den "perfekten" Schnitt zu finden war es auch deshalb, weil sich in dieser Zeit - nach der Schwangerschaft - meine Figur konstant geändert hatte; deshalb hab ich mich dann für ein lockerer sitzendes Kleid entschieden. (Ein gedoppeltes Oberteil, daran schließt ein Glockenrock an. In die Taille hab ich einen Tunnel genäht, durch den ich ein ganz schmales Gummiband gezogen habe. Von außen verdeckt wurde das Ganze mit einem abnehmbaren Gürtel mit Schleife.)
Als ich dann endlich halbwegs zufrieden war und nach langer Suche auch einen Stoff in der gewünschten Farbe - Smaragdgrün - gefunden hatte (d.h. meine Mutter hat ihn gefunden und mir geschenkt), war die Zeit auch schon recht knapp und ich habe einfach, ohne noch nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen, drauflosgenäht.
Hm. Soo gut hat das dann nicht funktioniert. Zum ersten Mal hab ich Seide vernäht - und dabei beschlossen, das nie wieder zu tun! Schon das Zuschneiden hat mich in den Wahnsinn getrieben, und auch beim Nähen bin ich mit dem wirklich sehr sehr sehr flutschigen Material nicht wirklich gut zurecht gekommen. (Beim Tragen/Auf der Haut fühlt sich der Stoff aber wirklich wunderbar an!) Der Saum war dann auch sehr schief - ich habe ihn dann mit der Hand umgenäht, was vielleicht das Schlimmste kaschiert, aber auch kein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis hervorgebracht hat.

... deshalb müsst Ihr euch mit einer Rückenansicht und einer technischen Zeichnung zufrieden geben...

Also, mein Kleid ist insgesamt nicht wirklich das Kleidungsstück, das mir am besten gelungen ist - im Gegenteil. Aber beim Nähen hab ich nicht nur Einiges gelernt, vor allem hat das Kleid natürlich einen großen emotionalen Wert für mich und an diesem besonderen Tag hab ich es gerne getragen und mich trotz allem darin sehr wohl gefühlt!

Weitere Lieblingskleiderstücke aus 2013 findet Ihr beim MeMadeMittwoch-Special.
Danke an das MMM-Team fürs Organisieren, ich freu mich auf ein neues MeMade-Jahr!