Montag, 5. Januar 2015

Der kleine Peter aus der Katzenstadt

Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und vor allem, dass es ein gutes Jahr wird!
So ganz aus dem Winterschlaf aufgewacht bin ich noch nicht, aber ich möchte Euch schon einmal zeigen, was ich vor Weihnachten noch genäht habe:

Bereits im Herbst hatte meine Tochter beschlossen, dass sie dieses Mal zu Weihnachten nichts vom Christkind möchte - lieber soll das die Mama machen! ;-) Ein konkreter Wunsch wurde auch gleich geäußert: "Kannst Du mir den Peter nähen?"

katzenpuppe1

Der Peter, das ist eine Figur aus einem von meiner Tochter sehr geliebten Buch, und nach kurzem Nachdenken sind mir gleich Ideen gekommen, wie ich so einen Kater tatsächlich nähen könnte. 
Vor einiger Zeit hatte ich ja eine Waldorfpuppe genäht ("Puppi" heißt sie inzwischen, und beim Puppenfriseur war sie auch schon einmal...); für eine Katze müsste man wohl "nur" die Kopfform ändern und einen Schwanz annähen...

katzenpuppe2

Ganz so einfach war das dann zwar nicht, aber es hat geklappt!
Den Peter hab ich großteils nach der Anleitung aus diesem Buch genäht. Das Schnittteil für den Rücken habe ich aber geteilt und einen Schwanz eingearbeitet.

katzenpuppekopf

Am Kopf habe ich, bevor er mit Stoff überzogen wird, ähnlich, wie bei den Waldorfpuppen auch eine Nase geformt werden kann, eine Art Schnauze gemacht. Dafür habe ich versucht, die Füllwolle in Form einer Schnauze zu bringen und habe sie mit der Filznadel an den Kopf gefilzt. Nach dem Überziehen des Kopfes war diese "katzige" Gesichtsform zwar nicht mehr sehr stark sichtbar, aber die Kopfform ist doch anders geworden als die einer "menschlichen Puppe". Durch die Stickerei ist der Peter aber auf jeden Fall als Kater erkennbar, denke ich. Das Gesicht habe ich eher dezent gehalten, auch weil mir das Sticken (mir fehlt die richtige Nadel) nicht so leicht gefallen ist und mir Details wie ein Schnurrbart oder ähnliches wahrscheinlich nicht gelungen wären.
Den Stoffüberzug für den Kopf habe ich auch etwas anders gemacht als bei der Waldorfpuppe üblich, um in die rundum laufende Naht noch Ohren einnähen zu können.
Anstelle von Puppentrikot hab ich als Stoff für Peters "Fell" übrigens schwarze Bündchenware verwendet, diese hier kenne ich vom Kleidungsnähen und mag sie sehr, weil sie fester als Jersey aber nicht zu steif ist. Füllmaterial hatte ich noch von Puppi übrig.

kleidungpuppe

Peters Kleidung hab ich aus Stoffresten und ebenfalls nach Schnitten aus demselben Buch genäht und sie dabei ein bisschen angepasst, damit sie dem Vorbild aus dem Kinderbuch ähnlicher sehen. Ursprünglich waren auch noch Schuhe (so eine Art Riemchen-Ballerina) gewünscht, aber das war mir dann zu kompliziert.

Wie schon bei Puppi hat mir das Nähen, auch wenn ich es doch recht aufwändig finde, großen Spaß gemacht. Ein "Lebewesen" zu nähen, ist doch ganz anders als ein Kleidungsstück anzufertigen; mehrmals habe ich mich dabei ertappt, mit der halbfertigen Katzenpuppe zu sprechen oder sie in den Arm zu nehmen, dabei konnte ich immer schon die große Freude meines Mädchens spüren. Und ja, meine Tochter hat sich wirklich sehr sehr gefreut, sie freut sich noch immer, und der Peter wird wirklich sehr geliebt!
Und zum Geburtstag wünscht er sich einen Pyjama. Am besten auch noch einen Mantel und eine Mütze, ein T-Shirt und eine Schultasche...

katzenpuppeburger
Der selbstgenähte Burger hatte sich - in Einzelteilen - im Adventkalender der Kinder versteckt.

Na, mal sehen ... Inzwischen kann er sich jedenfalls schon mal stärken :-)