Donnerstag, 18. Juni 2015

Piratenhose und Mondvögelbluse

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Sind das Vögel? Sind das Mondphasen?
Auf jeden Fall ist es ein hübsches Muster auf wunderschön vergissmeinnichtblauem Grund.
Und zwar auf meiner ärmellosen Bluse aus luftig-leichtem Batist, genäht nach eigenem Schnitt.
Die Bluse ist wunderschön luftig, so ein leichtes Webstoff-Teil ist genau das richtige, wenn es (ja, wenn es) sommerlich heiß ist.

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Dazu gibt's eine Hose in 3/4-Länge - wollte ich schon lang mal haben, für die Tage, an denen man nicht weiß, ob es richtig warm wird oder doch ein bisschen kühl.
Genäht habe ich die "Corsaires" aus dem japanischen Nähbuch "Tuniques, blouses & robes au fil des jours".
Wie der Titel verrät, gibt es das Buch in einer französischen Übersetzung. Viel Text gibt es im Buch allerdings ohnehin nicht, und alle Nähanleitungen und Erklärungen sind sehr aussagekräftig und klar illustriert, besonders ausgefeilte Französisch-Kenntnisse sind also nicht nötig...
Das Buch ist eine Sammlung von Schnitten verschiedener japanischer Designerinnen, jedes Kapitel soll dabei einen bestimmten Stil verkörpern, von "natürlich" bis "niedlich" - meine Hose stammt aus dem "saloppen"/lässigen Kapitel von Michiyo Ito, die Japanisch-Nähenden vielleicht auch unter dem Label-Namen May Me bekannt ist.

Insgesamt enthält das Buch 37 Projekte, wobei auch Accessoires wie Schals, Broschen und Taschen mitgezählt werden.
Hauptsächlich dreht es sich aber um Kleidungsstücke (jeweils in den Größen S, M und L), die auch in ihren Variationsmöglichkeiten vorgestellt werden: Eben beispielsweise als Kleid, Tunika und Bluse; außerdem werden z.T. verschiedene Ärmelformen, Ausschnittvarianten etc. angeboten, sodass aus jedem Grundschnitt gleich mehrere verschiedene Modelle - für alle Jahreszeiten - genäht werden können. Einige Schnitte - (weite) Hosen, ein Rock - stehen aber auch für sich. Insgesamt also sicherlich ein schönes Buch für Freundinnen des Japanischen Nähens :-).

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Stoffe:
Meine Hose habe ich erstmal ohne Änderungen (in der kleinsten Größe) zugeschnitten. Im Po-und Hüftbereich hat auch alles gleich gut gepasst, die Hosenbeine habe ich dann aber doch noch etwas enger genäht.
Eigentlich wird, um den Hosensaum zu raffen, in diesen ein Gummiband eingezogen, das habe ich auch erstmal so gemacht - hat dann aber an mir seltsam ausgesehen. Schließlich hab ich, inspiriert durch eine andere japanische Hose (von Yoshiko Tsukiori, zu sehen z.B. hier bei Malou) den Saum in Falten gelegt und noch eine Art Manschette angenäht.

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Sehr bequem ist so eine weiter geschnittene Leinenhose auf jeden Fall. Irgendwann hätte ich gern auch noch eine lange - so wie Tessa oder Catrin...
Tja, und wenn ich nachher schaue, was heute sonst noch so gerumst wird, wächst meine Wunschliste sicher noch... (Wünschen geht ja immer.... ;-))